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Nov 08

Mikrofrakturierung – 2

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104 Kommentare

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  1. Birgit

    Vielen Dank für die Tips ich werde mich mit Sicherheit danach richten …L.g.Birgit

  2. Birgit

    Hallo Ute ich bin durch verschiedene Fragen die ich nach einer Mikrofrakturierung aufgrund eines Knorpeschaden 4 ten Grades an Google gestellt habe immer wieder auf deine Seite gestoßen und hab hier erstmals einige Antworten gefunden .Allerdings schwirren immer noch tausend Fragen in meinem Kopf herum auf die anscheinend weder mein Hausarzt noch der behandelnde Chirurg Antworten haben .Am 9 August bin ich am linken Knie ambulant operiert worden nach 6 Wochen an Krücken habe ich Pysotherapie bekommen und 8 Wochen nach der Op wieder angefangen als Verkäuferin zu arbeiten …natürlich nur Stundenweise. …Inzwischen arbeite ich wieder seit 3,5 Wochen und habe seit einigen Tagen Stiche im Knie aber vor allem starke Schmerzen in der linken Ferse ich möchte zu gerne wissen ob das normal ist oder ob vielleicht sogar irgendwas bei der Op nicht geklappt hatt …Das Knie ist auch immer noch dick und ich kann es nicht grade machen …Langsam macht mich das ganze verrückt ..L.g Birgit

    1. Ute

      Hallo Birgit,
      Bespreche bitte beides mit einem Orthopäden. Ich kann hier nur von meinen Erfahrungen ausgehen.
      Der Schmerz in der linken Ferse kann seine Ursache in Schonhaltungen bzw. falschen Abrollbewegungen in der nach-operativen Phase haben.
      Wann genau tritt der Schmerz auf (Anlaufschmerz oder eher nach Überlastung) ?
      Kannst Du den Schmerz beim Heranziehen der Zehen reproduzieren?
      Meine Empfehlungen:
      -In einem Sanitätsgeschäft eine Podometrie/ Pedobarographie im Stehen und Gehen vornehmen lassen.
      -Physiotherapie mit Spiraldynamik
      -zu Hause viel barfuß laufen
      Auch beim Knieschmerz solltest Du Dir bewusst machen, wann er genau auftritt (siehe oben, auch nachts?). Wo sticht es genau? Ist ein Bluterguss sichtbar?
      -Ursache könnte eine noch vorhandene Muskelverkürzung sein,
      -die Schmerzen können auf Verklebungen der Wunde zurückzuführen sein.
      -Überlastung
      Meine Empfehlungen
      http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/
      Ergometerfahren, Rückenschwimmen, Aquagymnastik sind zur Wiedererlangung der Beweglichkeit und Muskelaufbau sehr gut.
      Physiotherapie mit Wärmebehandlungen zu Beginn verschreiben lassen
      Liebe Grüße
      Ute

  3. Simone

    Hallo zusammen, habe gerade den Blog gefunden und bin total schockiert, nicht ber den Blog, aber über meinen Arzt. Am 31.08.2017 wurde bei mir eine Mikrofrakturierung des linken Knies durchgeführt 3×3 cm und die Patella geshaved.

    Nach der OP wurden mir die Krücken ans Bett gestellt und ich durfte – nachdem ich vollends wach war – nach Hause. Keiner hat mir den Umgang mit Krücken gezeigt und ich musste erstmal Google fragen, wie man Treppen steigt. Einen Tag später kam die Drainage raus und nach 7 Tagen die Fäden.
    Instruktionen vom Arzt: Thrombosespritzen und Krücken mit Teilbelastung für 4 Wochen. Sonst nichts……

    Heute 28.09.2017, also genau 4 Wochen nach der OP war ich nochmal beim Arzt, um die weitere Vorgehensweise zu erfahren. Er tatschte ein wenig mein Knie an und dann kam das „Heureka!“ – sie sind geheilt, dürfen ab sofort die Krücken in die Ecke stellen und alles tun, was sie wollen. (wunderbar, dann kann ich ja ab heute wieder mit dem Kickboxen anfangen!!)

    Ich fragte noch nach Krankengymnastik, denn ich komme im Moment weder in die Hocke, noch kann ich ohne Krücken Treppen laufen…..die Antwort war: Sie sind noch 2 Wochen krank geschrieben, bis dahin haben sie wieder alles im Griff.

    Wenn ich hier lese, dass fast jeder Krankengymnastik hatte und auch größtenteils eine Schiene verwendet wurde, bin ich fast ein wenig wütend……

    Sollte ich einen anderen Arzt fragen?

    Grüße und danke für diese wundervolle Seite, ich habe mir die Seite mit den Übungen schon ausgedruckt……muss ja irgendwas tun jetzt.

    Liebe Grüße
    Simone

    1. Ute

      Liebe Simone,
      Das liest sich so, als hättest Du das Vertrauen in den Arzt verloren. Wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich mich an meine Krankenkasse wegen eines Arztwechsels bzw. ärztlichen Zweitmeinungsverfahren wenden.
      Wurde die OP ambulant gemacht?
      Ich kenne es so,dass man die Gehstützen nicht von einem Tag zum anderen in die Ecke stellt!
      In mir bekannten Fällen, wurden zur Vermeidung von Fehlern die einzelnen Teilbelastungs-Schritte mit der Waage unter physiotherapeutischer Anleitung durchgeführt.
      Diese Teilbelastung soll dann langsam bis zur Vollbelastung gesteigert werden .
      Liebe Grüße
      Ute

      1. Simone

        Hallo Ute, danke für die schnelle Antwort.

        Operiert wurde ich ambulant. 13:45 wurde ich schlafen gelegt und um 16:30 mir Krücken entlassen.

        Ich habe heute Mittag mit meinem Hausarzt telefoniert und werde da morgen mal vorbeischauen. Er war auch über die fehlende physiotherapeutische Behandlung verwundert.

        Grundsätzlich war die Operation in Ordnung, der operierende Arzt war vor der OP bei mir und hat alle einzelnen Schritte erklärt und was gemacht wird. Die Wochen nach der OP habe ich mich allerdings vollkommen alleingelassen gefühlt. Ich war froh, für heute einen Termin bekommen zu haben, weil ich mich am Montag ein wenig verdreht habe und seitdem das Gefühl eines Fremdkörpers im Knie habe. Das habe ich meinem Arzt auch gesagt, aber er hat mich eben als „erfolgreich abgeschlossen“ entlassen und den Fremdkörper mit dem Satz „Da kann nichts drin sein, weil ich alles raus habe“ abgetan.

        Ich weiß nun nicht wirklich, wie ich weiter vorgehen soll. Weiterhin mit 2 Krücken laufen und immer ein bisschen mehr belasten oder nur noch eine Krücke verwenden?

        Was soll ich vermeiden und was ist fördernd für die Genesung?
        Hab gerade echt keine Ahnung und Google mich so durchs Netz.

        Aber danke, dass ihr hier seid

        Liebe Grüße
        Simone

        1. Ute

          Hallo Simone,

          Der Gang zum Hausarzt ist eine sehr gute Idee. Er wird Dir weiterhelfen.Vielleicht kann er Dir KG mit Lymphdrainage verschreiben.
          Gehstützen werden zur Entlastung des operierten Knies eingesetzt.
          Solange dein Gangbild nicht sicher und flüssig aussieht, solltest Du unbedingt mit 2 Gehstützen laufen.
          Nur eine Gehstütze zu benutzen, verursacht beim Laufen ein instabiles Gewackel, Du läufst dann schief.
          Es erscheint vielleicht nützlich, verzögert aber den Übergang zum geraden „humpelfreien“ Gang. Also nutze besser noch einige Zeit länger zwei Gehstützen und sichere dir somit einen leichteren Übergang zum freien aufrechten Gang.
          Beachte: Beim Gehen nach vorne schauen, nicht nach unten.

          Liebe Grüße
          Ute

          1. Simone

            Guten Morgen Ute,

            recht vielen Dank für Deine Hilfe und die unterstützende Seite hier im Netz. Dieser Blog sollte eigentlich von jedem Arzt als Empfehlung mitgegeben werden.

            Ich werde mich nicht stressen lassen und viele Tipps Deiner Seite beherzigen.

            Danke und mach weiter so

            Liebe Grüße
            Simone

    2. Phi

      Hallo Simone,

      ich habe deinen Beitrag und diverse andere Beiträge auf der Seite gelesen. Ich habe ähnliche Erfahrungen mit meinem Operateur gemacht. Ich bin Mitte 20 und habe einen Knorpelschaden 4. Grades von 2×3 cm im Knie und wurde ähnlich beraten von meinem Operateur, der einzige Unterscheid war, dass mir nach 6 Wochen nach der Mikrofrakturierung gesagt wurde: „Sie können jetzt wieder ohne Krücken laufen“. Bei mir ist die OP jetzt über 5 Monate her. Wichtig ist, dass du dir jetzt in den nächsten Wochen Anwendungen für Physiotherapie von deinem Hausarzt verschreiben lässt. Am meisten hat mir Lymphdrainage und manuelle Bewegung durch den Physiotherapeuten geholfen. Nach 9 Wochen hat mir die Bewegung auf dem Ergometer sehr weitergeholfen und du wirst definitiv eine Verbesserung deiner Situation erfahren.

      Viele Grüße und gute Besserung

  4. Bärbel Wullbrandt

    Hallo, ich heiße Bärbel und bin 51Jahre alt. Am 05.05.2017 hatte ich aufgrund von Knorpelschäden lll-lV Grades eine Mikrofrakturierung sowie eine Plica Resektion, Teilsynovektomie und Knorpelglättung am linken Knie. Seit dem laufe ich nur mit Sohlenkontakt an Gehstützen. Bis letzte Woche war das Knie immer wieder stark angeschwollen. Der Orthopäde hat schon 3mal punktiert (jeweils ca. 50 ml) und bei der Physiotherapie erhielt ich Massagen und Kinesio-Lymph-Taping. Seit Anfang dieser Woche sieht das Knie deutlich besser aus, aber jetzt ist der Knöchel deutlich dicker, als am rechten Bein. Außerdem ist das gesamte Bein schon seit Tagen kälter als das andere (auch nach dem Duschen oder beim Sitzen in der Sonne wird es nicht richtig warm). Ich habe übermorgen meinen nächsten Arzttermin, wollte aber hier schon einmal nachfragen, ob es einem von Euch auch so ergangen ist bzw. ob es durch das „Nichtbelasten“ zu geringerer Durchblutung kommt. Ich setze mir täglich eine Thrombosespritze, habe aber ein wenig Sorge, dass es vielleicht durch eine Verstopfung der Gefäße zu der Kälte im Bein kommt. Mein zweites Problem ist mein rechtes Knie: das hat vorher nie Probleme gemacht. Seit ca. einer Wiche ist es jetzt dicker als das operierte Bein, schmerzt und knackt wie verrückt. Vom Arzt habe ich erst einmal Schmerztabletten bekommen, denn das Bein muss ja noch eine Weile durchhalten. Hat jemand von Euch auch durch die Überbelastung des „gesunden“ Beins Probleme bekommen und wenn ja: wie lange sollte nach der OP warten, bevor man das zweite Knie machen lässt, denn die Belastung für das erste Bein wird ja danach auch wieder recht hoch sein. Ich möchte auf keinen Fall den Erfolg der Sache aufs Spiel setzen. Freue mich auf Eure Erfahrungen und Tipps. Habe hier schon viele hilfreiche Beiträge gelesen. Lieben Gruß Bärbel

    1. Ute

      Hallo Bärbel,

      Eine Ursache für die Gefühlsstörungen kann die längere Bewegungseinschränkung sein. Verklebungen oder Verwachsungen lösen sich mit der Zeit.
      Das Knacken des rechten, eigentlich doch gesunden Kniegelenks kann auf Überlastung zurückzuführen sein und ist daher eher vorübergehend. Bevor Du da an eine OP denkst, solltest Du erst noch abwarten bis Du das linke Bein wieder belasten darfst und Du in Deinen normalen Bewegungsablauf zurückgefunden hast. Besteht es dennoch langfristig, könnte eine Arthroskopie bei der Ursache helfen.
      Vorübergehend kannst Du es mit einer Bandage stützen.
      Zwangsläufig ist es nicht notwendig das andere Kniegelenk auch operieren zu lassen.
      Welche Antworten hast Du bei Deinem Kontrolltermin erhalten?

      Liebe Grüße
      Ute

      1. Bärbel Wullbrandt

        Hallo Ute, Danke für die Antwort. Tolle, sehr hilfreiche und informative Seite! Auch der Orthopäde und die Physiotherapeutin sind der Meinung, dass die geringere Durchblutung die Kälte verursacht. Thrombose wurde (u.a. durch Ultraschall) ausgeschlossen. Knöchelschwellung geht langsam zurück und ich darf jetzt mit 20kg belasten. Habe einige Übungen für zu Hause gezeigt bekommen und denke, das operierte Bein wird so langsam. Das andere Bein wurde punktiert (auch hier war 40ml Flüssigkeit drin). Seit dieser Druck weg ist, geht es etwas besser. Außerdem habe ich noch eine Spritze (ich glaube Cortison) bekommen. Mit 2xtäglich Ibu 600 ist das „Rumhumpeln“ jetzt erträglich. Der Arzt hat mir auch gesagt, dass jetzt erst einmal das operierte Bein wieder in Ordnung kommen muss, bevor irgendetwas an dem anderen Bein gemacht wird. Bei anhaltenden Beschwerden dann MRT und mal sehen…??? Hätte nicht gedacht, dass das Ganze so langwierig ist. Eine weitere OP und wiederum eine so lange beruflich Auszeit (bin Lehrerin) möchte ich unbedingt vermeiden. Was hälst du von Hyaloronspritzen? Lohnt es sich, das zur „Vorbeugung“ am nicht-operierten Bein mal auszuprobieren? LG Bärbel

        1. Ute

          Man sollte unterscheiden zwischen Symptom und Ursache.
          Symptom:
          Gelenkschmerzen, z.B. Anlauf-, Nacht- oder Ruheschmerz, Schmerzen bei Be- oder Überlastung
          Ursache:
          z.B. Entzündung (Arthritis), Verschleißerscheinung des Gelenks

          Symptome sind nur Auswirkungen von Ursachen. Daher kann die HYI, es gibt davon auch mehrere Arten, auch nur kurzfristig an den Symptomen, wie Schmerzen ansetzen, da sie sich wieder abbaut. Die eigentliche Ursache wird damit nicht behoben. Ich halte es sogar für ein Problem, wenn versucht wird, das Symptom zu unterdrücken statt die eigentliche Ursache zu beheben.
          Eine Arthrose (Ursache für das Symptom) kann damit u.U. verlangsamt werden, wenn die Ursache genau und vor allem früh genug bekannt ist.

          Dies komplexe Thema hat mich dazu bewogen, demnächst im blog einen Beitrag über HYI, PRP und Kortikoid-Injektionen zu eröffnen.

          Bis dahin bitte zur Vorbeugung, schon an der Basis beginnen, denn auch damit kann man eine bereits vorhandene Arthrose/Arthritis (Gelenkentzündung) positiv beeinflussen:
          http://www.arthrose-blog.de/ernahrungsregeln/
          http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/

  5. Adrian

    Hallo Zusammen,
    ich bin Adrian, 27 Jahre alt und würde mich als ziemlich sportlich bezeichnen. Durch volleyball erlitt ich einen Knorpelschaden 3-4 Grades zentral hinter der Kniescheibe, sonst keine weiteren Probleme im Knie bekannt. Ich hatte deshalb eine Mikrofrakturierung am 6. Februar 2017. Soweit hatte ich keine Komplikationen und komme mit dem Muskelaufbau relativ gut voran. Jetzt zu meiner Frage bzw. Befürchtung.
    Das schmerzempfinden ist stand jetzt, viel größer als zuvor. Ich kann nicht richtig Treppen steigen und hinab gehen, was vorher ohne Probleme ging. Jegliche Belastung in gebeugter Stellung ist eine Qual. Dies war vorher zumindest bedingt möglich. Rennen/joggen ist auch nicht mehr möglich was vorher auch noch funktioniert hat. Ich habe das Gefühl das der „ersatz“ Knorpel nur gering oder gar nicht vorhandene ist, kann das sein?
    Auf Nachfrage beim Arzt meinte dieser, sollte es auch nach 6 Monaten noch so sein, muss man ein erneutes MRT machen und ggf. eine ACT vornehmen. Diese wurde mir im Vorfeld verfährt weil der Schaden zu klein gewesen sei und deshalb die Krankenkasse keine ACT bezahlt.
    Ich weiß aktuell nicht weiter und weiß nicht was ich machen soll… Im jetzigen Staus kann ich lediglich Fahrrad fahren und das auch nur im sitzen. Selbst schwimmen geht nicht schmerzfrei, was auch vorher ging.
    Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?

    1. Ute

      Hallo Adrian,

      Mir fehlen Infos darüber, wie groß der Knorpeldefekt war.

      Ich glaube, Du versuchst das Gelenk zu früh zu stark zu belasten, weil Du möglichst schnell an Deine früheren sportlichen Möglichkeiten anknüpfen willst. Du solltest Dich behutsam und vorsichtig beanspruchen und langsam steigern. Dabei sollte Dir Dein Physio helfen!
      Überlege: Beim Joggen/Rennen ist der Druck im Gelenk das 6-fache des Körpergewichts. Besser wäre es, Nordic Walking zu versuchen. Die Gelenkbelastung ist geringer und hier sind auch noch Stöcke dabei. Motto: „Bewegen ja, aber wenig belasten“.
      Auch beim Schwimmen ist Rücken- und Kraulschwimmen wegen des Beinschlags (keine Beinschere) besser als Brustschwimmen!

      Treppensteigen kann noch dauern. Beim Treppab gehen kommt es zu einer stoßartigen Belastung: der Druck im Gelenk beträgt ca. das 3 ½ fache des Körpergewichts. Das sollte mit dem Physio geübt werden.

      Durch Verkürzungen der Bänder und Sehnen verringert sich der Bewegungsumfang des Gelenks. Das Gangbild verändert sich durch den Muskelabbau. Es kommt zu Fehlbelastungen und Schmerzen.
      -Du kannst im Sanitätshaus eine Lauf- und Ganganalyse durchführen lassen.
      -Wie sieht es hier aus: Schuhe mit weichen Sohlen,Einlagen?
      -Triggerpunkt-Therapie wäre ein weiterer Vorschlag von mir und
      -Aqua-Gymnastik

      Liebe Grüße
      Ute

      1. Adrian

        Hallo Ute,

        vielen Dank für deine Antwort.

        Laut OP-Informationen war die Fläche 1,5 cm² groß.

        Ja ich weiß dass ich nicht gleich wieder an meine alte Leistung anknüpfen darf, was aufgrund der schmerzen auch garnicht möglich ist. Mit dem Joggen wollte ich nur sagen was vorher ging und jetzt z.B. Meilen weit weg ist. Ja meine Physio hat mir viele Möglichkeiten gezeigt wie ich mit gestrecktem Bein etwas Muskeln aufbauen kann. Desweitern fahre ich nun viel Fahrrad für die Gelenkbewegung.

        Wir haben uns mein Gangbild genau angeschaut und hier bin ich schon wieder auf dem Stand von vor der OP. Meine Beweglichkeit ist voll gegeben (Steckung und Beugung). Einlagen besitze ich schon seit Jahren. Eine Fehlstellung der Beine konnte bei mir auch ausgeschlossen werden.

        Ja, Schwimmen(Kraulen & Rücken) habe ich auch schon versucht, aber hier sind die Schmerzen auch noch zu stark!

        Was genau meinst du mit Triggerpunkt-Therapie? Wie Sinnvoll hälst du Glucosamine-Präperate? Gibt es eine Fausformel, ab wann sich „Ersatz“ Knropel nach einer Mikrofrakturierung gebildet haben soll?

        1. Ute

          Hallo Adrian,

          Eine sinnvolle Kontrolle ist frühestens nach 6 Monaten im MRT möglich.
          Zu Deiner Frage nach Nahrungsergänzungsmitteln siehe: http://www.arthrose-blog.de/nahrungserganzungsmittel/

          Triggerpunkte sind spürbare Verhärtungen/Verspannungen zwischen Muskulatur und Sehnen, deren Ursache z.B. durch Verkürzungen, Fehlbelastungen oder Schonhaltungen wie etwa nach OPs entstanden sind. Ein in dieser Triggerpunkte-Therapie ausgebildeter Physio erreicht durch Druckmassage eine bessere Durchblutung dieser Knoten und löscht das „Schmerzgedächtnis“ an der Schmerzstelle. Die Behandlungsorte sind nicht identisch mit dem Schmerzort! So können Schmerzen im Knie etwa von einem Triggerpunkt in Deinem Oberschenkel kommen.

          Viele Grüße
          Ute

  6. Antje

    Hallo , mein Name ist Antje. Ich bin 48 Jahre alt und hatte am 17.5 . eine kniespiegelung. Im Vorfeld wurde beim MRT eine Arthrose 3. Grades festgestellt. Nach ca. 5 Jahren Schmerzen und Physiotherapie mit Schmerzmittelunterstützung wurde nun endlich gespiegelt . Um 6 Uhr früh musste ich in der Klinik sein und 17 Uhr war ich , fix und fertig, wieder zu Hause . Eine Stunde vorher wurden mir die Krücken an das Bett gestellt , mit dem Hinweis, daß ich das linke Bein jetzt 6 Wochen nicht mehr benutzen darf. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, wie verwirrt ich dann erstmal war. Irgendwann kam dann noch mal eine Ärztin mit meinen Papieren und die hat mir dann erklärt , daß auf einem Quadratzentimeter ein geschulterter Defekt vorlag und man jetzt eine Mikrofrakturierung medialer Femurkondylus vorliegen hat . FERTIG. …
    Meine Frage jetzt. ….wie um alles in der Welt läuft man auf Krücken ohne sich selbst zu erschlagen. …ich darf 6 Wochen nur mit 10 Kilo belasten …..aber wie soll das gehen . Das ganze Haus ich voller Treppen …ich bin vollkommen verzweifelt weil mir niemand so richtig sagt , wie es jetzt weitergeht .
    Kann mir bitte jemand helfen?
    LG, Antje

    1. Ute

      Liebe Antje,

      Dein linkes Bein darf für 6 Wochen nicht oder nur mit 10kg belastet werden.

      Ablauf mit Gehstützen:
      Dein linker Fuß ist in der Luft !
      Dein rechtes Bein befindet sich am Boden 😉
      beide Stützen , nicht zu weit, nach vorne vorsetzen
      mit dem rechten Bein nach vorne hüpfen
      und weiter…
      beide Stützen vor, dann mit rechts vor hüpfen usw
      Dabei Oberkörper gerade lassen! Versuche nicht zu verkrampfen. Jemand neben Dir wäre hilfreich!

      Das Gefühl für die 10kg erhältst Du mit Hilfe einer Waage.
      Deine Gehstützen müssen unbedingt richtig eingestellt werden. Das Benützen sollte eigentlich vorher geübt werden.

      Du solltest vom KH einen Belastungsplan sowie ein Rezept für Physiotherapie erhalten haben.
      Der Physio sollte Dir zeigen, wie man mit den Gehstützen geht, speziell Treppauf und – ab, denn das ist eine Herausforderung. Ebenso den Belastungstest mit 10kg.

      Viele Grüße
      Ute

      1. Antje

        Liebe Ute , vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Die Links zu YouTube sind Gold wert. Heute schmerzt meine Kniekehle sehr , aber sobald es geht , werde ich es versuchen. Morgen früh muss ich zur Blutkontrolle, da heißt es 10 Stufen nach unten …..da graut mir jetzt schon vor . Aber es geht nicht anders .
        Aber mal ehrlich, wenn Ruhe nach einer solchen Op so wichtig ist, warum lässt man die Patienten nicht eine Woche im Krankenhaus? Und übt dann mit den Ungeschulten wie mir nicht die Benutzung der Gehilfen ?
        Bei Ungeübten kann ja so ziemlich alles schief gehen.
        So ganz komme ich ohne das linke Bein nicht aus……wie steht man mit einem Bein von der Toilette auf?
        Aber die Frage konnte mir auch mein Doktor nicht beantworten.
        Er will es am Wochenende selbst mal probieren ☺.
        Vielen lieben Dank erstmal für Deine schnelle Hilfe.
        LG, Antje

        1. Ute

          Ich kann Dir nur recht geben: das ist schwierig.
          Für die Übergangszeit ist u.U. ein erhöhter WC-Sitz empfehlenswert.
          Das operierte linke Bein nach vorne strecken.
          Jemand hier im blog hatte sich für die Übergangszeit einen Rollstuhl ausgeliehen. Frage bitte Deinen Arzt und Krankenkasse danach.
          Weitere Hilfen siehe: http://www.arthrose-blog.de/sinnvolle-hilfmittel/

  7. Heike Barwich

    Hallo zusammen,

    ich habe interessiert diesen Blog gelesen. Hoffe auch auf ein wenig Hilfe.
    Ich bin 49 Jahre alt, habe vor 30 Jahren einen schweren Autounfall gehabt bei dem die Hauptverletzung am Knie war. So aus der Erinnerung raus hieß es damals Kniescheibenquetschung mit Knorpelablösung. Therapie gab es keine, War damals nach ca. 3 Monaten wieder fit. Dann für ca. 20 Jahre Ruhe. Seit ca. 8 Jahren dann leichte Probleme, gelegentliche Schmerzen und seit ca. 5 Jahren kontinuierliche Beschwerden. Immer geschwollenes Knie, beim wandern langer Strecken Schmerzen, welche allerdings nach ca. 3 Tagen verschwunden waren. Habe das immer noch toleriert und die Schmerzen waren akzeptabel.
    Seit Februar diesen Jahres dann nach einem 12! km Walk Schmerzen (3 Tage später) die so schlimm waren, dass ich kaum mehr laufen konnte. In die Hocke zu gehen war unmöglich. Bin zum Arzt und der ordnete dann Röntgen und MRT an. Diagnose: Chondropathie 3. und 4. Grades (hinter der Patella). Bänder und Menisken nicht auffällig. Außerdem habe ich noch eine Bakerzyste welche wohl rupturiert ist.
    Des Weiteren wurde per Zufall noch am unteren Teil des Femurs ein Tumor (wahrscheinlich Enchondrom) festgestellt. Mein Arzt überwies mich dann ans Krankenhaus wegen einer Athroskopie.
    Ich habe jetzt den OP Termin am 8. Mai. Es soll erst mal eine tatsächliche Bestandsaufnahme stattfinden, (da der Chirurg meinte am MRT ist nicht alles richtig zu sehen und er muss reingucken) und dann entsprechend auch repariert werden. Ich weiß also noch nicht genau was genau in der ASK gemacht wird. Mikrofrakturierung (event. mit AMIC) werde ich beim Vorbereitungstermin am 5. Mai ansprechen. Habe mir bereits einen großen Zettel mit Fragen gemacht.
    Zusätzlich wird das Enchondrom entfernt und der Bereich mit Knochen aus dem Beckenkamm aufgefüllt.
    Diese OP ist nicht zwingend notwendig wurde mir aber von den Ärzten empfohlen um eine mögliche Entartung auszuschließen. Dieses ist mir wichtig, da ich seit 3 Jahren weiß, dass ich an CLL (Chronisch Lymphatische Leukämie – zur Zeit nicht behandlungsbedürftig da im Anfangsstadium) erkrankt bin. Auch ein Hirntumor (gutartig) habe ich zu verkraften.
    Aufgrund dieser ganzen „wait and watch“ Problematik wollte ich nicht noch eine „Baustelle“ die regelmäßig untersucht werden muss und das Bangen bis zum Ergebnis ist doof. Außerdem dachte ich da ich eh schon Probleme mit dem Knie habe sowie Schmerzen und Bewegungseinschränkung lass ich gleich alles in einer OP machen.
    Jetzt meine Frage: Wie lange werde ich im KH bleiben müssen und wie lange werde ich zusätzlich durch die Tumorentfernung und die OP am Beckenkamm ausfallen. Komme ich hier mit den 6 Wochen wegen ASK und eventueller Mikrofrakturierung hin?
    Wann werde ich wieder Auto fahren können? Bin hier ziemlich aufs Auto angewiesen. Bin im Moment alleinerziehend und habe 3 Kinder. Ich will gar nicht gleich Sport machen und kann mir auch vorstellen noch mit Gehhilfen zu laufen und auch eingeschränkt zu sein, nur Auto fahren ist wichtig. Ich bin in Teilzeit als kfm. Angestellte tätig und kann mir die Arbeit ein wenig einteilen. Bein hochlegen usw.. Nur zur Arbeit muss ich Auto fahren. Kann mir nicht erlauben länger als 6 Wochen (und das ist schon lang) krankgeschrieben zu sein.

    Ich hoffe es war nicht zu lang. Bin noch mit soviel Fragen im Kopf und der nächste Termin beim Arzt im KH ist erst der Freitag vor der OP. Hoffe auf ein paar Antworten.

    Viele Grüße Heike

    1. Ute

      Liebe Heike,

      Zusammenfassung der vorgesehenen Operation:
      -Arthroskopie Knie wegen Knorpelschadens 3./4. Grades hinter der Kniescheibe
      ( Defektgröße noch nicht bekannt )
      -Evtl. Behandlung des Knorpeldefektes mit: AMIC = MF + Kollagen – Membran-Abdeckung mit Fibrinkleber siehe http://www.arthrose-blog.de/die-behandlungsarten
      -Bakerzyste-Entfernung, da wohl Gelenkschmiere in Unterschenkel-Muskulatur ausgetreten
      -Enchondrom am Femur: Ausräumung + Spongia-Entnahme vom Beckenkamm

      KH-Aufenthalt vielleicht max. 1 Woche, wenn die OP komplikationslos verläuft ( bitte Arzt fragen ).

      Entscheidend ist die Zeit nach der OP! Hier ist Physiotherapie gemeint (Beweglichkeit erarbeiten etc )
      6 Wochen reichen normal weder bei der AMIC noch beim Enchondrom aus. Über die Regenerationszeit/Nichtbelastungszeit entscheidet der operierende Arzt, der den tatsächlichen Defekt gesehen hat. Je ausgedehnter der Knorpeldefekt und das Enchondrom, desto länger ist der Zeitraum der Ruhigstellung/Schonung nach der Operation.

      Frage Deine KK nach einer Haushaltshilfe.
      Setze Dich auch schon mit einer Physio in Verbindung, die zu Dir nach Hause kommt.
      Frage den Arzt nach einer REHA-Möglichkeit.

      Viele Grüße
      Ute

      1. Heike

        Liebe Ute,

        erst einmal vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort. Die Zusammenfassung ist korrekt, sorry ich war nicht so strukturiert bei der Beschreibung.
        Ich werde am 5. Mai die Ärzte fragen. Werde mir alle Fragen notieren. KK wegen HH werde ich kontaktieren.
        Noch eine Frage zur Reha. Meinst Du das ich das ich eventuell sogar eine stationäre Reha bekommen könnte oder ist in dem Falle eher ambulant gemeint?

        Hoffe ich kann mich bei Fragen nochmal melden! Bis dahin liebe Grüße und vielen Dank. Heike

        1. Ute

          Liebe Heike,

          Bitte kläre das bei Deinem nächsten Arztgespräch.
          Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu lesen.

          Viele Grüße
          Ute

  8. Marion

    Hallo, liebe Ute.
    Es ist echt interessant, wie unterschiedlich alle Ärzte bei Mikrofrakturierungen Entlastung anordnen.
    Bei mir wurde vor 5 Wochen ein Teil des Außenmeniskus entfernt und der Oberschenkelknochen auf ca 1 QCN angebohrt.
    Einen Tag später, nach entfernen der Drainage würde ich entlassen, Anweisung Teilentlastung bis Max 20 kg.
    Hatte bisher 6 KG-Termine. Beugung bis gut 90 Grad läuft wieder. Heute Nachkontrolltermin beim Orthopäden O-Ton „sieht Spitze aus, ab Donnerstag können Sie selbstständig schrittweise aufbelasten über die Osterfeiertage, danach steht arbeiten nix mehr im Wege. Für längere Strecken sollten Sie aber evtl die Krücken noch zur Hilfe nehmen“ Auf meine Frage, wie ich schrittweise aufbelaste, kam dann nur „Die merken das schon“
    Hab zwar weitere KG verschrieben bekommen, aber natürlich auch die ersten Termine erst NACH Ostern.
    Genau wie beschrieben, steht mir natürlich diese dämlich Kopfblockade im Weg.
    Gibt es Tipps, wie ich dagegen ankomme?

    1. Ute

      Hallo Marion,

      Wichtig ist es, vom Arzt einen Nachbelastungsplan zu erhalten – auch für den Physiotherapeuten.
      Ohne physiotherapeutische Anleitung empfiehlt es sich nicht, eigenständige Versuche mit der Belastungssteigerung zu machen.
      Zunächst Entlastung, dann ab Woche 5 Teilbelastung mit ca. 15-20kg (leichter Sohlenkontakt), danach pro Woche 10kg mehr erhöhen (also „schrittweise aufbelasten“). Steigerungen bitte immer erst nach Rücksprache mit Deinem PT vornehmen.
      Je nach Körpergewicht können insgesamt 10-12 Wochen bis zur Vollbelastung vergehen. Vollbelastung bedeutet=ohne Gehstützen dauerhaft (!) gehen. Wer arbeitet wird häufig schneller ins Berufsleben „eingegliedert“.
      Überbrücke die physiofreie Zeit mit den Übungen, die Dir der Physiotherapeut gezeigt hat oder z.B. mit meinen http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/

      Mit jedem bewusst gemachtem Genesungsfortschritt, daher auch mein Vorschlag ein Tagebuch zu führen, wird die Blockade im Kopf geringer.

      Liebe Grüße
      Ute

  9. Tanja Müller

    Hallo.. Ich bin neu hier und suche antworten.. Und zwar wurde ich am 20.02 am rechten knie operiert.. Es wurde ein offenes Release, Arthroskopiert und es wurde eine mikrofrakrierung gemacht. So nun meine Frage: ich habe jetzt 6 Wochen teilbelastung mit 10 kg hinter mir.. Und heute hat mein HA gesagt, das ich ab Freitag voll belasten soll.. Aber ist das denn richtig? Ich meine erst nur mit 10 kg und dann gleich voll belasten.. Ich hoffe es kann mir hier das beantworten.. Liebe grüße Tanja

    1. Ute

      Hallo Tanja,
      Meine Annahme: Es kam durch eine Kniescheibenausrenkung oder-schieflauf bereits zu Schädigungen des Gelenkknorpels.
      Ursache kann z.B. sein, dass das außen liegende Halteband einengt und die Kniescheibe nach außen zieht. Durch ein Release=Entlastung/Lockerung des Ansatzes der Kniescheibensehne will man erreichen, dass der Kniescheibenlauf im Gleitlager bleibt.
      Gleichzeitig können dann, wie bei Dir, Arthroskopie und MF vorgenommen werden.
      Sechs Wochen nach der Operation sollte der Erfolg der OP durch erneutes Röntgen festgestellt werden. Bei dieser Kontrolle z.B. empfiehlt es sich dem Orthopäden Deine Frage zu stellen. Sinnvoll ist es sicher, bei den Belastungen langsam und schrittweise vorgehen.
      Was steht denn auf dem Entlassungsbrief des Krankenhauses?
      Liebe Grüße
      Ute

  10. Marc

    Hallo zusammen,

    auch ich möchte hier meine Erfahrung meiner Operation am Knie teilen teilen um Interessierte zu informieren und die ein oder andere Angst zu nehmen.

    Durch eine Verletzung im jungedlichen Alter hat sich mein Knie nicht so entwickelt und erholt wie man es erhofft hatte. Es besteht eine 4.gradige Arthrose in der tibialen Belastungszone, eine 2. gradige Arthrose hinter der Kniescheibe sowie eine 3.gradige Arthrose in einer medialen Belastungszone. Zudem war der Innen- sowie Außenmeniskus ausgerissen, desweiteren bestand eine Lateralisierungstendenz der Patella sowie eine Vergrößerung des Hoffer-Körperchens. In der Summe also einiges.

    Nach intensiver Diagnostik (Untersuchung, Röntgen, MRT) kam die Entscheidung und dringliche Empfehlung, eine Operation durchzuführen. In einer Athroskopie wurde der Hoffer-Körper verkleinert, die Mensiken geglättet und 4 Mikrofrakturierungen durchgeführt. Zudem wurde ein laterales Release durchgeführt mit einem offenen Schnitt, um der Lateralisierungstendez entgegenzuwirken.
    Die Operation wurde nach einem wirklichen tollen Vorgespräch und auf meinen unbedingten Wunsch ambulant durchgeführt.

    Unmittelbar nach dem Aufwachen aus der Narkose verspürte ich recht starke Schmerzen die auch anfänglich nicht mit Schmerzmitteln zu beherrschen waren. Die Hoffnung nach Hause zu gehen verschwand somit recht schnell. Eine zweite Gabe von Schmerzmedikamenten brachten dann jedoch endlich Besserung des Schmerzzustandes und mit Hilfe habe ich es geschafft, aufzustehen!

    Aufgrund der Mikrofrakturierung galt folgendes Schmema der Nachsorge für mich:
    Woche 1+2: 30 Grad Beugung erlaubt, komplette Entlastung des Knies mit zwei Gehstützen
    (Lymphdrainage + Manuelle therapie)
    Woche 3: 30 Grad Beugung, leichter Fußsohlenkontakt beim Gehen, maxx 10kg Belastung
    (Manuelle Therapie)
    Woche 4+5: 60 Grad Beugung, 25KG Teilbelastung
    (Manuelle Therapie)
    Woche 6: 90 Grad Beugung + 50KG Teilbelastung
    (Manuelle Therapie + erste aktive Übungen wie Fahrrad 5 Minuten)
    Ab Woche 7: Frei,
    (Langsame aktive Bewegungen wie Beinpresse, Fahrrad, Koordination)

    Ich möchte euch sagen, die ersten beiden Wochen sind wirklich nicht toll, ich hatte starke Schmerzen und die Einschränkung der Bewegung behindert massiv den Alltag zuhause.
    Mein Arzt (Sportmediziner aus der Bundesliga) verzichtete auf eine Drainage im Knie um ausreichend Blut in der Gelenkkapsel zu haben, sodass sich die mikrofrakturierten Stellen optimal versorgen können.

    Berg auf ging es ab Woche 6, anfänglich war eine 90Grad Beugung, obwohl diese erlaubt war, überhaupt nicht durchführbar. Die Flexoren an der Oberschenkelrückseite machten mir mächtig Probleme, zudem habe ich noch heute einen Erguss im Knie. Bis dieser komplett abgebaut ist, wird es weitere 2-4 Wochen dauern.

    Erste aktive Bewegungen gehen jetzt in der 7. Woche soweit sehr gut, Beinpresse und Fahrrad waren mit wenig Gewicht und Watt schon machbar, das Feetback des Knies war unglaublich gut. Trotz Erguss fühlt es sich freier und leichter an.
    Die Muskelatrophie des Oberschenkels ist natürlich heftig und nicht zu vermeiden, dieser muss im nächsten viertel Jahr wieder auftrainiert werden. Eine optische Differenz der Muskeldicke kann aber auch noch nach bis zu einem Jahr bestehen. Setzt euch hier nicht unter Druck und arbeitet am Muskelaufbau konsequent.
    Bedenkt dazu, dass nicht nur das Training eine wichtige Rolle spielt sondern auch die Ernährung.

    Für Rückfragen stehe ich euch sehr gerne zur Verfügung, viele Grüße

    Marc

  11. Torsten W.

    Hallo. Ich hatte vor 2 Wochen die Op gemacht bekommen . Mein orthopäde sagte mir gleich das ich das Bein die ersten 6-7 Wochen nur mit max. 20kg belasten solle da die Op sonst umsonst war. Es soll sich ganz Knorpel bilden und das funktioniert nicht wenn man das Bein zu 100% belastet.

    1. Ute

      Hallo Torsten,
      Gerade zu Beginn kann man viel falsch machen: daher halte Dich an die Anweisungen Deines Orthopäden und erarbeite den Belastungsaufbau mit Deinem Physiotherapeuten.
      Viele Grüße
      Ute

  12. Kathrin Harreus

    Hallo zusammen 🙂
    Durch stöbern bin ich auf diese Seite aufmerksam geworden. Vielen Dank erstmal das du dir so viel Mühe gegeben hast 🙂
    Ich bin mittlerweile leider sehr verunsichert. Ich bin 27 und würde am 23.9 .2016 operiert. Hatte einen Knorpelschaden 4 Grades (ungefähr so groß wie ein 5 Mark Stück) weshalb eine mikrofrakturierung vorgenommen wurde und eine offene ossikel Entfernung an der patellasehne.
    Ich durfte direkt nach der OP das Bein im gestreckten Zustand 100% Belasten(laufe aber dennoch mit Krücken da es mir mehr sicherheit gibt) und das Bein schmerzabhängig bis 90° Ohne Belastung anwinkeln. Nun habe ich seit letzter Woche Kg und bin total fertig… das die dort darauf aussind das man das Bein wieder Winkeln kann ist mir klar aber es geht kaum da ich das Gefühl habe es reißt etwas im Knie. Soviele Tränen wie dort hab ich lange nicht mehr gelassen.nun bin ich am Überlegen meine Arzt wegen einer Reha zu fragen weiß nur nicht ob mir die überhaupt genehmigt werden würde…
    Habe einfach Angst das die OP nichts brachte 🙁
    Liebe Grüße und Danke für das offene Ohr Kathrin

    1. Ute

      Liebe Kathrin,
      Du solltest auch in den folgenden Wochen noch weiter Gehstützen zur Entlastung benutzen.
      Bisher warst Du noch in der ersten Phase Deiner Genesung „Regeneration“-Heilung des Gewebes. Was Dir hilft ist Ruhigstellung,Pausen,Kühlen,Entlastung mit Gehstützen.
      Lies bitte http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/
      Durch die Physiotherapie sollst Du jetzt langsam mobilisiert werden. Es ist wichtig sich langsam an die Schmerzgrenze heranzutasten.
      Durch die OP sind Vernarbungen im Knie entstanden, die Blockaden beim Beugen verursachen können.
      Die Muskeln sind verkürzt, Dein Physio sollte die Bänder dehnen, u.U. ist ein Gelenkerguss hinderlich. Gerne wird Lymphdrainage eingesetzt oder zunächst eine Wärme-Anwendung, danach erst die manuelle Therapie.
      Hilfreich ist auch eine Motorschiene, die Du Dir vom Arzt verordnen lassen kannst.
      Übungen siehe: http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/
      Liebe Grüße
      Ute

      1. Kathrin

        Lieben Dank für die Antwort 🙂
        Eine Motorschiene findet mein Arzt überflüssig aber bei der ambulanten Reha steht er voll hinter mir.
        Ich werde die Übungen aufjedenfall mal ausprobieren 🙂
        Liebe Grüße Kathrin

  13. Katrin

    Liebe Ute,

    vielen Dank erstmal für diesen tollen Blog. So viele gute Infos – v.a. zur Ernährung und auch zu den Eingriffen. Ich habe meine Ernährung (u.a. Arthrose im Knie) umgestellt und habe deutlich weniger Beschwerden.
    Jetzt steht mir Anfang des Monats noch eine Microfrakrurierung ins Haus und ich bin schon sehr gespannt. Besonders auf die Zeit nach der OP. Wie hast du durchgehalten? Ich finde diese 6 Wochen plus x echt wahnsinnig lang und hoff, ich schaff das praktisch (mit 2 Kids) und auch moralisch. Hast du gute Tipps?

    Liebe Grüße, Katrin

    1. Ute

      Hallo Katrin,
      Wie wichtig die Bewältigung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten ist, merkt man gerade,wenn die „haushaltsführende Person“ krank ist.
      Die KK unterstützt Dich bei einer Haushaltshilfe durch eine Zuzahlung, wenn mindestens 1 Kind unter 12 Jahre alt ist und sonst niemand die Arbeit im Haushalt übernehmen kann. Also dort anrufen! Die KK vermittelt dann eine Haushaltshilfe oder einen Ambulanten Pflegedienst. Sie übernimmt auch die Betreuung und Beaufsichtigung der Kinder. Dein Arzt kann da auch förderlich sein. Es fällt pro Tag eine gesetzliche Zuzahlung in Höhe von zehn Prozent der Kosten an. Dabei beträgt die tägliche Zuzahlung mindestens 5 Euro, jedoch maximal 10 Euro.
      Tipps zunächst mal…
      1.Physiotherapie und
      2.CAMOped Bewegungsschiene für zu Hause verschreiben lassen
      im Gegensatz zur CPM (motorisiert), wird hier auch das gesunde Bein aktiv mit trainiert, was u.a. Muskelschwund verringert
      Was Du zu Hause haben solltest:
      Magerquark im Kühlschrank für Quarkwickel
      für Kompressionsstrümpfe sinnvoll: – eine Strumpfanziehhilfe oder Sockenanzieher
      einen langen Schuhlöffel
      Duschstuhl
      Es gibt auch einen Beinhochlagerungskeil aus Schaumstoff fürs Bett
      kleinen Rucksack
      Kühltasche
      Bücher gegen den Lagerkoller 😉 und…
      verständnisvolle Kiddies!
      Liebe Grüße
      Ute

  14. Steffi

    Hallo,
    ich heiße Steffi und bin 47 Jahre alt…
    erstmal ein Riesen Lob an Ute für diesen tollen Blog. Ich bin schon seit 1 Jahr immer mal am Lesen und heute möchte ich mal meinen Krankheitsweg erzählen:
    Letztes Jahr im Juni wurde ich wegen eines Knorpelschadens Grad 3-4 operiert. Es wurde eine Mikrofrakturierung gemacht. Die OP fand ambulant statt. Nach 2,5 Monaten hielt ich es nicht mehr zuhause aus und bin wieder arbeiten gegangen, obwohl ich nicht richtig laufen konnte. Mein Problem: Ich konnte mein Bein im Stand nicht gerade machen. Das Gefühl war, als würde im Knie alles auseinander reiße, außerdem war mein Knie stark geschwollen. Mein damaliger Arzt sagte mir sowas wie –Das wird schon… und haben Sie Geduld-… Ich entschied mich Anfang des Jahres zu einem anderen Arzt zu gehen. Dieser stellte nach dem MRT fest, dass der Schaden Grad 4 ist und kein Knorpel nachgebildet wurde. Er sagte, dass er mit einer erneuten OP noch warten würde. Nachdem ich im März immer noch die Probleme hatte, entschied der Arzt sich zur OP.
    Diagnose: Chondrophatie IV°mediale Femurkondyle bei Z.n. ASK mit Pridiebohrung und Abrasionsarthroplastie (extern).
    Therapie: Diagnostische ASK, Abrasionsarthroplastie, Pridiebohrung an der vollständigen Knorpeldefektzone medialer Femurkondylus und Implantaion einer AMIC.
    Die OP fand am 08.04.16 statt und ich war 6 Tage im Krankenhaus. Diesmal wurde auch ein großer Schnitt am Knie gemacht. Ich habe alles soweit überstanden und es heilt soweit auch gut.6 Wochen lang hatte ich eine Orthese um das Bein ruhig zu halten. Krankengymnastik habe ich 3 Mal die Woche und meine Therapeutin ist total zufrieden. Ich habe nur immer noch das Problem, dass mein Bein im Stand nicht gerade geht. Schmerzen habe ich zwar noch, aber für mich ist die Beweglichkeit das was mir Angst macht. Mittlerweile habe ich solche Angst, dass ich nicht mehr richtig laufen kann oder dass auch diese OP nicht richtig gefruchtet hat. Bin ich vielleicht noch immer zu ungeduldig? Ich habe am kommenden Montag wieder einen Termin bei meinem Arzt und bin gespannt, was er sagt. Der Arzt sagte damals schon, dass ich mindestens 3 Monate ausfalle. Dadurch dass es das 2. Mal in einem Jahr ist, bin ich langsam sehr nah am Wasser gebaut. Vielleicht gibt es hier ja ein paar Tipps für mich.
    Vielen Dank und liebe Grüße aus dem Norden
    Steffi

    1. Ute

      Hallo Steffi,
      Erklärung: ASK=Arthroskopie
      AMIC=Autologe Matrixinduzierte Chondrogenese
      Diese knochenmarkstimulierende Methode stellt eine Kombination aus Mikrofraktuierung oder bei Steffi Pridiebohrung und einer Kollagenauflage über dem Knorpeldefekt dar, die quasi als Schutz bzw. zur Intensivierung der Entwicklung von Knorpelzellen (Befestigung mit Fibrinkleber) dient.
      Ich würde mich freuen, wenn hier ein Erfahrungsaustausch der AMIC-Patienten stattfinden würde.
      Viele Grüße
      Ute

  15. Ines

    Hallo Ute,

    Ein dickes Lob für diesen tollen Blog. Ich hab seit der OP am 8.4.16 sehr viel hier gelesen. Ich bin erst 29, habe Arthrose im 4. Grad und hoffe echt die OP hat was genutzt. Bin zwischenzeitlich ohne Krücken unterwegs. Habe aber noch große Probleme beim Treppensteigen. Ist das noch normal? Und was darf ich denn jetzt im Alltag wieder alles? In die Knie gehen?…
    Ich bin jetzt noch eine Woche krank geschrieben und beginne dann eine Wiedereingliederung mit 2 Wochen 4 Stunden und in der 3. Woche 6 Stunden. Nach 4 Wochen dann wieder voll (arbeite in einer Kinderkrippe). Gibt es hier was was ich besonders beachten sollte?

    Viele liebe Grüße
    Ines

    1. Ute

      Hallo Ines,
      Alles was Dir keine Schmerzen bereitet, ist erlaubt. Taste Dich langsam an Deine Grenzen heran.
      Das Problem beim Treppensteigen wird sich geben. Was ist schwieriger- hoch oder runter? Übe das mit Deinem Physio.
      Vermeide Folgendes: Kinder auf den Arm hochnehmen, führe sie stattdessen an der Hand
      Achte darauf, dass sie Dich nicht vor Freude umwerfen
      Gehe nicht in die Knie oder zu Boden
      Stehe nicht zu lange…Überlege Dir Spiele im Sitzen
      Lerne das den Kindern, es hilft auch Dir ;-):
      Dynamisches Sitzen Hampeln,Strecken,Lümmeln im Sitzen
      Dynamisches Stehen
      übe Kniefreundliches Aufstehen aus dem Stuhl:Beine hüftbreit auseinander, Hände in der Seite,Brust leicht nach vorne,Rücken gerade
      Vielleicht kannst Du auch Deine Physio-Übungen mit den Kindern machen?
      Nimm unbedingt Kühlkompressen für Dich mit,ca. 10 min kühlen-Pause-10 Minuten kühlen
      Sicherlich wirst Du erschöpft zu Hause sein. Dann bitte Beine hochlegen, kühlen
      Liebe Grüße
      Ute

  16. Marie Eismann

    Hallo Ute!
    Erstmal ein ganz dickes Lob an diese tolle Webseite! Ich bin wirklich sehr froh, Deinen Blog gefunden zu haben 🙂

    Bei mir (36) wurde vor 3 Tagen eine Arthroskopie am rechten Knie durchgeführt. Es wurden zwei freie Knorpelstücke aus dem Gelenkspalt geborgen, der Knorpel meiner Patella geglättet und am Oberschenkelnochen eine Mikrofrakturierung durchgeführt. Erstmal so weit so gut. Die Schwellung ist nun zunehmend rückläufig und auch mit den Schmerzen geht es.

    Allerdings beschäftigen mich da ein paar Dinge, und die Tatsache, dass ich selbst Ärztin bin, macht es leider nicht besser, im Gegenteil. Wenn ich selbst nach medizinischen Informationen suche, werde ich immer mehr verunsichert. Ich bin selbst nicht operativ tätig, meine orthopädischen/chirurgischen Kenntnisse sind daher nicht so super aktuell.

    Zum Einen die Frage der Thromboseeprophylaxe. Ich habe über 3 Tage 1xtäglich Clexane 40 gespritzt und bekomme nun 1xtäglich Clexane 20 bei 75 kg. Ist das eine gängige Dosierung nach Mikrofrakturierung? Finde dazu keine einheitlichen Empfehlungen und wollte mal hören wieviel es bei den anderen Patienten so war/ist. Ich habe nämlich ziemlich viel Respekt vor einer Thrombose und kann nicht einschätzen, ob meine aktuelle Mobilität (immer mal auf Gestützen durch die Wohnung, Waden-und Oberschenkelmuskeln anspannen, Füße bewegen) damit dann ausreicht. Zudem soll ich das Bein wickeln, wobei ich aber wahrscheinlich eher auf einen Thrombosestrumpf zurück greifen werde.

    Zum Anderen das Thema Entlastung. Ich habe mich natürlich auch schon auf die Waage gestellt und geschaut wieviel Gewicht auf dem Knie ist wenn ich mich an den Gehstützen abstütze. Trotzdem finde ich es echt extrem schwierig, das dauerhaft zu kontrollieren. Gerade Treppe verunsichert mich da sehr. Und wieviel Belastung durftet Ihr am Anfang? Die Ansage von meinem lieben Kollegen war nur „Entlastung für 6 Wochen“. Auf die Frage, ob es ok ist, den Fuß beim 3-Punkt-Gang an Gestützen abrollen zu dürfen: Ja, das sind ja dann höchstens 15 kg. ???
    Wie war das bei Euch/Dir?

    Vielen Dank und viele Grüße, Marie

    1. Ute

      Hallo Marie,

      Vielen Dank für Dein Lob!

      Die Anti-Thrombose Spritze Clexane wird meist folgendermaßen verordnet:
      20mg bei Patienten mit niedrigem oder mittlerem Thromboserisiko in der Allgemeinchirurgiebzw. 40mg bei Patienten mit niedrigem oder mittlerem Thromboserisiko in der Orthopädie-Chirurgie.
      Ich kann mir aber auch vorstellen, dass zu Beginn bei strenger Bettlägerigkeit die 40mg, dann später die 20mg Heparin-Spritze „ausreichend“ ist. Bei mir (mit MF) zumindest waren es 3 Wochen lang 40mg.
      Ein Kompressionsstrumpf wird schon vom Krankenhaus angepasst – so kenne ich das. Er wird bis zur Vollbelastung getragen.

      Was die erste Belastung anbetrifft, bin ich zurückhaltend. Mein Motto ist: lieber später. Ich kenne auch die Größe und Lage Deines Knorpel-Defektes nicht. Was auch heißt, dass Du es nicht selbst an der Waage ausprobieren solltest. Das und Dein Übungsprogramm wirst Du Dir zusammen mit dem Physiotherapeut langsam erarbeiten. Venenpumpe, Waden-und Oberschenkelmuskeln anspannen etc kennst Du bereits. Die ersten Übungen könnten so aussehen: http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/

      Man könnte Deine Genesung in 3 Phasen einteilen:
      -Phase 1 „Regeneration“ – Heilung des Gewebes
      Ruhigstellung/über Herzniveau lagern, gleichzeitig Kühlen,Entlastung mit Gehstützen, Geduld haben 😉
      nach ca. 7-14 Tagen: Fäden werden gezogen
      -Phase 2 „Mobilisation“ – Funktionswiederherstellung des Gelenkes
      ca. ab dem 9. Nach OP-Tag Motorschiene und Krankengymnastik, Lymphdrainage, Narbenmassage, schrittweise Belastung an 2 Gehstützen
      15kg= wie- als wenn Du ein rohes Ei unter dem Fuß hättest=sehr wenig!
      -Phase 3„Rekonvaleszenz“ – Rückgewinnung der Stabilität, Kraft und Leistungsfähigkeit
      Woche 6-8 Krankengymnastik bis zur Vollbelastung, Treppe gehen üben (gesundes Bein geht hoch,krankes geht runter), Ergometerfahren,
      -ab Phase 4 Vollbelastung Beugung ist erlaubt
      Schwimmen, Aqua-Gymnastik, Übungen selbstständig weiter durchführen,
      Hilfen wie z.B. Einlagen,Tapes Kontrolltermine immer einhalten

      Dies kann nur eine grobe Orientierung sein. Genaueres bestimmt der Arzt und vor allem Dein Körper!
      Liebe Grüße
      Ute

      1. Marie Eismann

        Liebe Ute!

        Vielen Dank für Deine Antwort!

        Bezüglich der Thromboseprophylaxe denke ich nun auch dass es hoffentlich mit den 20 mg am Tag ausreichend ist. Zumal ich von Anfang an aufstehen durfte und brav ohne Belastung Bewegungen im Sprunggelenk und der Hüfte sowie vorsichtiges Beugen/Strecken im Kniegelenk durchführe. Der Arzt hat mir Entlastung des Knies bei voller Beweglichkeit vorgegeben, entsprechend bekomme ich auch seit Tag 3 nach OP Physiotherapie.

        Mein Knorpeldefekt ist ca. 1×2 cm groß, liegt am medialen Kondylus und zum Teil im Bereich der Hauptbelastungszone, der Rest an der hinteren Wand. Wahrscheinlich ist der Defekt auf ein früheres Trauma zurück zu führen, da scheinbar auch das vordere Kreuzband mal angerissen war.

        Kannst Du nochmal grob sagen, was Du in der ersten Phase der Mobilisierung durftest? Ich habe zum Beispiel keine Schiene zur Streckung bekommen und übe nun (6 Tage nach OP) selbstständig die Streckung (In den nächsten Tagen wird auch Anhebung in Streckung ein Ziel sein). Da habe ich auch etwas unterschiedliche Meinungen gehört. Hier ist wahrscheinlich auch Lage und Größe des Defektes ausschlaggebend bezüglich der Vorgaben?

        Viele Dank und viele Grüße, Marie

        1. Ute

          Hallo Marie,
          Ebenso wie Du hatte ich damals keine Schiene.
          Meine Übungen zu Beginn findest Du hier: http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/ Sie wurden immer mehr erweitert, die Wiederholungen gesteigert. Mein Physiotherapeut legte wert auf langsame und genaue Ausführung.
          Später folgten auch Übungen mit dem Gymnastikball: z.B. in Rückenlage, Ferse drückt in Ball,kreist den Ball in beiden Richtungen, rollt weg und wieder ran ohne den Ball zu verlieren etc
          Wann beginnt Dein Arbeiten mit dem Physiotherapeut? Die Ausführungen Deiner Übungen sollten unbedingt kontrolliert werden.
          Viele Grüße
          Ute

    2. Katrin

      Hallo ihr lieben!
      Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich diesen Blog gefunden habe und erhoffe mir Anregungen …Ich war bis letztes Jahr Juli sportlich sehr aktiv und eine gute Halbmarathon-Läuferin. Kniebeschwerden kannte ich schon, aber sie nahmen so arg zu, dass ich im Januar diesen Jahres um eine Spiegelung mit Microfrakturierung nicht herum kam. Ich habe die sechs Wochen brav ruhig gehalten, nicht belastet, Physio nach Plan etc. Ich habe aber nun wieder genau so große Schmerzen, hinknien geht gar nicht, gehen nur wenige Meter schmerzfrei, an Sport ist gar nicht zu denken, selbst Fahrrad fahren …einen neuen Termin habe ich erst in sechs Wochen bekommen können, vorher war nichts frei.Wie sind eure Erfahrungen, bzw liebe Ute, hast du schon „Mitleidende„ kennen gelernt/was hat geholfen??
      Ganz liebe Grüße und schon einmal danke fürs Lesen und Antworten
      Katrin

      1. Ute

        Liebe Katrin,
        Du solltest das Knien unterlassen, da u.a. der Anpress-Druck auf Kniescheibe zu groß ist und Schmerzen verursacht.
        Später kannst Du als Polster eine Gymnastikmatte mit Spezialschaumstoff 1 cm dick verwenden.
        Lerne kniefreundlich zu Boden zu gehen und aufzustehen: mit einer Hand auf dem gesunden Knie abstützen, mit der anderen auf einem Hocker. http://www.arthrose-blog.de/bewegung-bei-arthrose/
        Der Ergometer sollte richtig eingestellt werden; fahre zu Beginn ohne Widerstand.
        Für gelenkschonendes Fahrradfahren ist eine korrekte Sitzposition Voraussetzung. Lasse Dich im Fachgeschäft beraten!
        Absolviere Dein Übungs-Programm unbedingt weiter!
        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Zeit braucht bis sich die Gelenkschmiere nach der Operation wieder bildet. Sanfte Bewegung und Geduld helfen ;-).
        Liebe Grüße
        Ute

  17. Doris Rietz

    Guten Morgen Ute,

    vorab ein Riesenkompliment an dich für diesen Austausch in deinem Blog. Ich habe sehr viele Einträge genau gelesen und Bewunderung mit wie viel Geduld du auf uns Geplagte eingehst. Danke dafür!

    Zu mir selbst und meiner Frage:
    Ich fasse kurz zusammen.
    Arthroskopie am 28.4. in der Knorpel geglättet, partiell Außenmeniskus entfernt (erneuter Riss), Verknöcherung an der lateralen Femurkondyle entfernt und Mikrofrakturierung an eben dieser Stelle. Mündlich habe ich erfahren, dass das Innenband gedehnt wurde, auf der beilegenden Skizze steht der Begriff „needling“, der mir nicht ganz klar in der Bedeutung ist.
    Der Vollständigkeit halber: Vor 22 Jahren riss das vordere Kreuzband (KEIN Ersatz), Innen- und Außenmeniskus.

    Der Chirurg empfahl folgende Weiterbehandlung (neben Thromboseprophykaxe etc):
    – Teilbelastung an Unterarmgehstützen (20kg) für 3 – 5 Tage
    – Kältepackungen mehrfach täglich für eine Woche
    – Physiotherapie und Lymphdrainage ( je 6 x)
    – Frühzeitige passive und aktive Mobilisierung des Knies (ich habe ein Blatt mit abgebildeten Übungen bekommen)
    – M4 Orthese frei für 6 Wochen
    – 3 Wochen Entlastung und Training mit CamoPed – Schiene.

    Für mich bestand jetzt ein Widerspruch in Teilbelastung (s.o.) und drei wöchiger Entlastung und habe dann gleich einen Tag nach der OP nachgefragt.
    Das wurde dann als Fehler erkannt, ich soll 3 Wochen teilentlasten, d.h. zwei Stützen und ganz leicht abrollen, was ich auch mache.
    Nun habe ich sehr viel im I Net über Mikrofrakturierung und Heilungsdauer/Therapie etc gelesen und immer wieder den Hinweis 6 Wochen zu entlasten bzw gar nicht aufzutreten.
    Genau dahin zielt jetzt meine Frage:
    Sollte ich doch noch einmal den Arzt zur Belastung befragen, der das Knie operiert hat? So weit ich weiß ginge das schriftlich.
    Oder warten bis am Montag die Physio beginnt?
    Ganz platt gefragt: Kann ich nach 3 Wochen, je nach Schmerzempfinden dann einfach die Gehstützen in die Ecke stellen und lostapsen?
    Ich bin wirklich verunsichert über die gravierenden Unterschiede in der Nachbehandlung und mir ist der Erfolg dieser OP selbstverständlich wichtig, fühlte mich auch in wirklich guten Händen.

    Ergänzend vllt dazu:
    Außer, dass das Knie noch arg geschwollen ist und ein wenig brennt geht es wirklich gut. Ich habe keinerlei weitere Schmerzmittel gebraucht – da war es oftmals vorher schlimmer.

    Liebe Grüße,
    Doris

    1. Ute

      Hallo Doris,

      Zunächst gilt: Um die Schwellung zu behandeln: bitte kühlen (4-5*/Tag),hochlagern und lesen: http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/ und einen Gang zurückschalten.Gerade zu Beginn kann man viel falsch machen, z.B. wenn Du unter Belastung beugen würdest.

      Du erarbeitest Dir mit dem Physio den Belastungsaufbau, also gedulde Dich. Zunächst Sohlenkontakt(„rohes Ei“) , dann Teilbelastung bis zur Vollbelastung.

      Da Du 2 Problemstellen hast (MF und Meniskus) und gerade wegen Deiner Meniskus-Vergangenheit und dem Needling solltest Du nicht zu früh zu viel verlangen.

      Needling=Methode den eingerissenen Meniskus zu behandeln.
      Zuerst wird eine Anfrischung/Anrauhung der Risszone mit Hilfe von Nadeln o.ä. Instrumenten durchgeführt, wodurch die Durchblutung in diesem Bereich verbessert und die Heilung gefördert wird (sozusagen eine MF des Meniskus ;-)) – und dann werden die Meniskusteile genäht.

      Ob Du in 3,4,oder erst 7 Wochen voll belasten kannst, siehst Du dann. Hab‘ Geduld! Wichtig ist, dass Du ein schmerzfreies Gangbild erreichst.
      Liebe Grüße
      Ute

      1. Doris Rietz

        Hallo Ute,
        ganz lieben Dank für deine informative Antwort.
        Geduldig bin ich auf jeden Fall, ich möchte schon ein möglicherweise gutes Ergebnis der OP auf keinen Fall gefährden.
        Huch, Meniskusnaht? Na, dann werde ich den Doc wohl nochmal interviewen.

        Nochmals vielen Dank,

        Doris

    2. Andi

      Am besten den Operateur fragen, mit wieviel kg belastet werden soll und das dann auf der Waage ausprobieren, indem du das betroffene Bein allein auf die Waage stellst.

      1. Ute

        Hallo Andi,
        Zur Vermeidung von Fehlern sollten die einzelnen Teil-Belastung-Schritte mit der Waage unter physiotherapeutischer Anleitung durchgeführt werden.
        Viele Grüße
        Ute

  18. Carolin

    Hallo,

    Am 03.12.15 wurde bei mir eine Microfrakturierung, die zweite innerhalb von einem Jahr durchgeführt aufgrund eines Knorpelschadens 4. Grades.
    Nach der Op wurde vergessen mir eine Schiene anzulegen und ich hab das Knie ausversehen öfters leicht angewinkelt.
    Nach 5 Tagen durfte ich die Krücken in die Ecke stellen und hab keine Physiotherapie verschrieben bekommen.
    Als die Fäden gezogen wurden, wurde festgestellt das eine Naht geplatzt war und sich eine Entzündung gebildet hatte.

    Mitlerweile gehe ich seit einer Woche wieder arbeiten (bis zu 12 h stehen und laufen ) und muss sagen das die Mikrofrakturierung letztes Jahr besser gelaufen ist wie die jetzige, denn letztes Jahr war ich direkt nach der Op beschwerdefrei und jetzt hab ich das Gefühl das die letzte Op umsonst war weil ich die gleichen Schmerzen und den Druck hab wie davor

    1. Ute

      Liebe Carolin,
      Du solltest Dich nochmals bei Deinem Op-Arzt/Hausarzt vorstellen, Deine Probleme beschreiben und Dir ein Rezept für Physiotherapie ausstellen lassen. Frage nach, ob Dir eine Bandage oder Tapes im Arbeitsleben helfen können.
      Vielleicht ist bei Dir auch die Möglichkeit für Rehasport/Funktionstraining, Trocken/Wassergymnastik gegeben. http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/
      Wann immer es Dir möglich ist, lege das Bein hoch und kühle es.
      Liebe Grüße
      Ute

  19. Angelika

    Hallo Ute,

    hatte am 5.8.15 OP mit Mikrofrakturierung rechtes Knie. Schäden lagen bei Grad 3 und 4. Danach 6 Wochen null Belastung, aber nach 10 tagen konnte Physio zuhause beginnen. Bin Kassenpatient ! Physio mit Bewegungsübungen, Lympfdrainage, Reizstrom, Tens-Gerät zum Muskelaufbau. Habe nun in Woche 8. mit 20 kg Belastung aufs Bein angefangen. Ansonsten trage ich noch eine Orthese-Schiene. Seit Woche 8. ohne Gradreduzierung. Auch ich habe in den 6 Wochen mit Null-Belastung diesen Scheinschritt von der Physio gezeigt bekommen.Wir rollen den Fuß über ein rohes Ei und fangen das Gewicht mit den Gehhilfen ab. Die Gehhilfen benutze ich noch immer. Laut Chirurg ist mit mindestens 12 Wochen bis zu 6 Monaten Arbeitsunfähigkeit zu rechnen? Habe einen Büroarbeitsplatz und sollte mich jetzt zur Wiedereingliederung beim Arbeitgeber erklären. Bin weiter bis 15.10. krankgeschrieben und denke das dass auch bis Mitte November so bleibt. Physio geht 3 x die Woche bis dahin weiter. Kann man den Heilungsprozess mit Medikamenten wie z.B. Dona beschleunigen oder Ernährungsumstellung oder so? Lohnt sich die Anschaffung von einem Minifahrrad? Hab zuhause nur ne Vibrationsplatte bisher. Oder was kann ich sonst noch tun?
    Muss spätestens ab 09.11.15 wieder voll arbeiten, da ich noch eine nebenberufliche Weiterbildung habe.
    Ansonsten ist es mit den Schmerzen nach der OP zum aushalten. Bei mir ist noch der Innenmeniskus mit beschädigt oder verdickt oder so. Teils blockiert aber das Knie und fühlt sich dann wie steif an.

    1. Ute

      Hallo Angelika,

      Meine Meinung zu den Nahrungsergänzungsmitteln findest Du hier: http://www.arthrose-blog.de/nahrungserganzungsmittel/
      Ich möchte durch meinen Blog zu einer langfristigen Ernährungsumstellung anregen. Grundlagen werden zusammenfassend hier: http://www.arthrose-blog.de/top-10-der-ernahrung/ dargestellt.
      Parallel möchte ich zu einer gelenkfreundlichen regelmäßigen Bewegungsart (z.Bsp. Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking) motivieren s.a. meine Bewegungspyramide hier http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/ Bitte lies auch http://www.arthrose-blog.de/bewegung-bei-arthrose/
      Die Anschaffung eines Ergometers (!) ist eine sinnvolle Sache, gerade wenn es um die Verbesserung der Beweglichkeit des Kniegelenks geht, sei es jetzt in der Heilungsphase als auch für später.

      Liebe Grüße
      Ute

  20. Heike

    Hallo liebe Ute,

    zuerst einmal vielen Dank für die tolle Seite, die ich mit großem Interesse heute morgen durch gelesen habe.
    Meine Mikrofrakturierungs-OP ist jetzt 4 Wochen her. Ich habe nach 2 Wochen mit Physik angefangen,
    deine Übungen sind seitdem, obwohl vorher unbekannt, Bestandteil meines täglichen Trainingsprogramms.
    Zusätzlich trete ich meinen Heimtrainer mindestens 45 Min. täglich in den untersten 4 Stufen. Belastung bis
    20 kg seien lt. Doc ok. Überlege gerade ob das evtl. zuviel ist? Wie merke ich eine Überbelastung?
    Mein Knie ist nicht geschwollen und schmerzt nur sehr wenig. Allerdings ist es häufig wärmer als das nicht operierte Knie. Auch interessieren würde mich, wann so allgemein wieder mit dem Auto fahren angefangen
    wird, ich möchte gerne nach 5-6 Wochen wieder meinen Bürojob ausüben, aber Hinkommen muss ich ja auch.
    Meine OP war leider rechts.

    Sommerlich Grüsse

    Heike

    1. Ute

      Hallo Heike,
      Vielen Dank für Dein Lob 😉
      Man könnte Deine Genesung in 3 Phasen einteilen:
      Phase 1 „Regeneration“ – Heilung des Gewebes
      Ruhigstellung,Kühlen,Pausen Entlastung mit Gehstützen, Geduld haben 😉

      Phase 2 „Mobilisation“ – Funktionswiederherstellung des Gelenkes
      Motorschiene und Krankengymnastik, Lymphdrainage, langsame Belastung. Dein Arzt hat Dir nur 20kg erlaubt. Stelle das linke Bein auf gleicher Höhe neben die Waage, gehe dann mit dem rechten Bein auf die Waage. Jetzt lese 20kg ab. So erhältst Du ein Gefühl dafür! Der Fußsohlendruck von 20 kg ist nicht viel!
      Zu Deinem Training auf dem Ergometer: Ist die Einstellung des Ergometers (Sattelhöhe und -Neigung) und Deine Haltung durch Physio überprüft worden? Wichtig ist es, mit möglichst wenig Widerstand gleichmäßig radzufahren! Wie lange, sagt Dir Dein Arzt.

      Möglicherweise trainierst Du zu heftig. Bei Gelenkschmerzen empfehle ich Dir Quarkwickel http://www.arthrose-blog.de/bei-gelenkschmerzen/

      Phase 3„Rekonvaleszenz“ – Rückgewinnung der Stabilität, Kraft und Leistungsfähigkeit
      Krankengymnastik bis zur Vollbelastung, Ergometerfahren, Hilfen wie z.B. Einlagen,Tapes
      Erst nach der Vollbelastung, wenn Gehstützen nicht mehr gebraucht werden, solltest Du ans Autofahren denken. Dein Arzt legt den Zeitpunkt fest. Das Knie sollte reiz- und schmerzfrei sein.Tipp: Erst vorher trocken üben, wie Du ins Auto ein/aussteigen und die Bremse treten kannst.

      Vermeide es, schwere Lasten zu tragen. Kannst Du bei Deiner Arbeit auch mal die Beine hochlegen und kleine Übungen machen?

      Viele Grüße
      Ute

      1. Heike

        Hallo Ute,

        mittlerweile habe ich nach deinem Rat alle Punkte abgeklärt. Ergometer und Training waren gut.
        Die Physiotherapeutin hat mir Anleitungen zur weiteren Nutzung der Gehstützen bei steigender Belastung
        gegeben. Versuche alle Anweisungen gut zu befolgen. Klappt ganz gut. Meine Büroarbeit nehm ich nächste
        Woche wieder auf.

        Vielen Dank für deine Tipps und alles Gute.

        Heike

  21. Brigitte

    Hallo Ute,
    bei der Suche nach Problembeseitigung an meinem Knie, bin ich bei Deinem Blog gelandet. Wenn ich mir die Erfahrungsberichte durchlese, habe ich das ungute Gefühl, dass hier nur Privatpatienten :-)) berichten, oder ich habe den falschen Arzt. Bin Mitte Mai ins Krankenhaus gegangen, mit der Diagnose Innenmeniskus glätten.
    Aus dem KH gegangen bin ich mit einer MF und danach 6 Wochen gehen an Krücken, ohne das Knie zu belasten.
    Der Knorpelschaden wurde weder beim MRT, noch beim Röntgen vorher festgestellt. Der OP Bericht ist vom Krankenhaus immer noch nicht geschrieben worden, so dass ich auch bisher keine genauen Einzelheiten der MF weiß. Mein Problem ist: Während der 6 Wochen „Krücken gehen“ habe ich keine Behandlung!!! egal welcher Art bekommen, da es der Arzt nicht für notwenig hielt. Pendelbewegungen könnte man auch allein zu Hause machen. Nun nach den 6 Wochen habe ich mit gutem Zureden ein Rezept über 6 x KG bekommen. Während der 6 Wochen hatte ich am Knie selbst keine Schmerzen, jetzt aber weiß ich nicht wie ich gehen soll, weil ich nicht nur Schmerzen im Knie, sondern auch im Oberschenkel und Hüfte habe. (Oberschenkel und Hüfte beide Beine)Beim Aufstehen, nach sitzen, habe ich das Gefühl als wenn das Knie blockiert. Brauche ich Geduld? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, ich bin ein wenig mutlos, weil es mir vor der OP besser ging. (Sport/Schmerzgels bringen keine Linderung)

    Viele Grüße
    Brigitte

    1. Ute

      Hallo Brigitte,

      Im Patienten-Arzt-Gespräch sollten Diagnostik-Ergebnis von Röntgen und MRT, weitere Vorgehensweise, wie Op-Verlauf+Verhalten nach der OP (Kühlen,Hochlagern), Zeitpunkt des Fädenziehens, Dauer des Gehens mit Stützen,Physiotherapie-Beginn, nächster Kontrolltermin usw. verständlich erklärt werden.

      Knorpeldefekte zeigen sich beim Röntgen nur, wenn es bereits eine Gelenkspaltverschmälerung gab, die Arthrose bereits fortgeschritten ist. Im MRT dagegen ist der Knorpelschaden u.a. gut zu erkennen. Der Chirurg wird sich jedoch auf das verlassen, was er bei der Arthroskopie sieht und hat neben der Meniskusglättung noch eine MF bei Dir vorgenommen. Meistens führt ein Meniskusschaden zu einer Arthrose. Du solltest von Deinem Hausarzt den Entlassungsbrief vom Krankenhaus anfordern lassen, um Klarheit zu bekommen.

      Du hast das Knie während dieser 6 Wochen nicht belastet. Die Gelenkschmiere wird sich erst langsam aufbauen.Deine Oberschenkel-Muskulatur hat nachgelassen und nicht nur Dein Knie wird in der Beweglichkeit eingeschränkt. Dein Gangbild verkrampft sich. Durch Muskelaufbau-Training, auch am Ergometer, wird sich das wieder verbessern!
      Wichtig für Dich ist jetzt die Arbeit mit Deinem Physio und der Arztbrief.

      Viele Grüße
      Ute

      1. Brigitte

        Hallo Ute,
        vielen lieben Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort. „Denke positiv und verliere nicht den Mut“
        werde ich mir merken. Den von Dir beschriebenen „Robotergang“ habe ich auch und man fühlt sich um Jahre gealtert vor allem, wenn Geduld nicht zu den persönlichen Stärken zählt. Weiterhin viel Erfolg bei Deinem tollen, informativen Blog.

        Viele Grüße
        Brigitte

  22. Sabine

    :-)Hallo Ute, leider hat sich nun ein Knochenmark ödem gebildet. Hatte meine Mikrofrakturierung im Dezember 14. Muss nun nach Magdeburg in die Uni Klinik. Sie wollen jetzt den Knochen anbohren. Hat schon mal jemand so etwas gehabt? Ist erstmal nur ne Untersuchung. So schnell lass ich mich nicht operieren.
    Lg Sabine

  23. Maryna

    Und hat das mit Funktionstraining geklappt?

    1. Ute

      Hallo Maryna,
      Kaum jemand ist so selbstständig, motiviert und erfahren, dass er ein Heim-Übungsprogramm auf Dauer durchführt.
      Daher ist jede verordnete langfristige Behandlungsart zu begrüßen, die den Patient zur Bewegungsverbesserung, Alltagsbewältigung und Muskelaufbau führt.
      http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/
      Liebe Grüße
      Ute

  24. Sabine

    Hallo Ute, meine mikrofrakturierung ist nun schon fast 3 Monate her. So habe ich keine schmerzen, nur beim gehen sticht und zieht es bei jedem schritt sodas ich gezwungen bin zu humpeln. Das ganze geht schon ein paar Wochen so. Habe nächste Woche einen Termin beim orthopäden. Das kann doch nicht normal sein. Man muss ja auch mal wieder Arbeiten gehen. Oder ist das normal und ich bin zu ungeduldig? LG Sabine

    1. Ute

      Hey Sabine,
      Ursache Deines Humpelns könnten Verklebungen um die Wunde herum sein. Dadurch ist Deine Beweglichkeit eingeschränkt. Die Ultraschalltherapie löst durch Gewebemassage diese Vernarbungen und wirkt auch gegen Schmerzen. Was Dir auch helfen könnte, ist Manuelle Therapie in Verbindung mit Fangopackungen (dehnt und entspannt die Muskulatur und wirkt auch durchblutungsfördernd) oder Faszientherapie.
      Liebe Grüße
      Ute

      1. Sabine

        Vielen lieben Dank Ute, könnte sein da ich ja die ersten wochen null Therapie hatte wegen der Feiertage. Werd das mal mit meinem orthopäden besprevhen. LG Sabine

  25. Elisabeth

    Hallo Ute,
    leider muss ich mich noch mal an Dich wenden.
    Bin total gefrustet, habe den Arzt gewechselt und bin nun bei einem Kniespezialisten. Der hat laut den direkten OP-Bildern festgestellt, dass mein Operateur Murks gemacht hat……
    1. Meniskusteilresektion nicht sauber ausgeführt
    2.Knorpelfetzten nicht sauber gemacht und nicht an den schlimmsten Stellen sauber gemacht und
    3. in die nicht sauberen Stellen an der falschen Stelle die Mikrofrakturierung gemacht……..
    Was sagt man dazu…..
    Schmerzen wie vorher, dazu Spannung im Knie, weil leicht entzündet und leichter Erguss und ein weiter knirschendes Knie…..
    Nun muss wohl nochmal alles gemacht werden, die Frage ist, ob ich das vor einem geplanten Urlaub der im Juli geplant ist machen sollte?

    1. Ute

      Hallo Elisabeth,
      Das hängt von Deinem persönlichen Schmerzempfinden ab. Die Dauer der postoperativen Genesungs-Phasen musst Du mit Deinem Arzt klären. Ebenso solltest Du Deine Urlaubspläne bzw. welche Art von Urlaub Du planst mit ihm besprechen.
      Viele Grüße
      Ute

  26. Rolf

    Hallo Ute, hatte am 10.12. Mikrofakturierung und Innenmeniskus-Teilentfernung. Operateur hatte mir 6 Wochen Scheinschrittbelastung und für 4 Wochen eine CPM verordnet. Seit einer Woche habe ich nun angefangen das Knie beim Gehen mit den Gehstützen zu belasten. Seitlich schmerzt es noch, wenn ich es zu stark belaste. Außerdem ist immer noch eine leichte Schwellung, hauptsächlich Knieinnenseite, vorhanden, die sich gefühlt nicht mehr gross verändert. Wann sollte die Schwellung abgebaut sein? Bzgl. Belastung hat mir mein Orthopäde, wie üblich, Belastung bis zur Schmerzgrenze erlaubt um die Vollbelastung zu erreichen. Was sagst du dazu?

    Gruß
    Rolf

    1. Ute

      Hallo Rolf,

      Du hast zwei Probleme: Mikrofrakturierung und Innenmeniskus-Teilresektion.
      Zu 1. lies bitte http://www.arthrose-blog.de/mikrofrakturierung/
      Hattest Du während der vergangenen 6 Wochen eine totale Entlastungsphase (ohne Physio), abgesehen von der CPM ? Steht Dir jetzt ein Physiotherapeut zur Seite, der die allmähliche kg-Belastung und die Abrollbewegung des Fußes kontrolliert?

      Wann die Schwellung abgebaut ist, ist individuell verschieden. Meist bis der normale Bewegungsablauf wieder stattfindet. Auch Lymphdrainage hilft hier weiter. Ergänzend zur Vermeidung von Schwellungen helfen Kühlung des Gelenks und Hochlegen. Es ist wichtig, dass Du selbst ein Mittelmaß zwischen Aktivität und Ruhepause findest und Dich an Deine Schmerzgrenze langsam (!) heran tastest.
      Weiter unten findest Du meine Antworten an Sabine und Patrick u.a..

      Damit Deine Muskelkraft nicht zu sehr nachlässt, ist Dir sicher Physiotherapie verordnet worden Sinnvoll sind hier isometrische Übungen für die Oberschenkelmuskulatur und Ergometertraining .
      Entscheidend ist Dein Körpergefühl,Deine Schmerzgrenze.

      Frage: was ist eigentlich „Scheinschrittbelastung“ ? 4-5 kg?

      Liebe Grüße
      Ute

      1. Rolf

        Hallo Ute,
        Physio habe 10 mal gehabt seit Wheihnachten, allerdings sehr wenig gemacht da ich mir kurz vor Sylvester einen Hexenschuss zugezogen hatte, der mich über 2 Wochen sehr stark behindert hat. Abrollbewegung ging gleich recht gut. Heute habe ich die 2. KG angefangen. Physiotherapeut hat mit mir knapp 20 kg trainiert. Scheinschrittbelastung war so definiert, das ein Knäckebrot nicht kaputt geht wenn man drauf tritt. .

        Gruß
        Rolf

        1. Ute

          Hallo Rolf,
          Der Begriff ist für mich ein Widerspruch, deshalb habe ich nochmal nachgefragt. Ich dachte eher, es wäre „ohne Bodenkontakt“, wie bei der MF postoperativ auch erwünscht.
          Physio und CPM ergänzen sich sinnvoll,da die CPM eine passive Bewegungsschiene ist, die zwar die Muskeln nicht aktiviert, aber u.a. gegen Gelenksteifigkeit hilft.
          Liebe Grüße
          Ute

  27. Sabine

    Hallo Ute,
    Ich habe jetzt angefangen mit Kg. Nichts schlimmes. Das was du auch machst. Nun habe ich voll die schmerzen im knie und es ist dick angeschwollen. Ist das normal?
    Lg Sabine

    1. Ute

      Hallo Sabine,
      Bei der Schwellung kann es sich um Lymphflüssigkeit handeln. Nach der Op können die Lymphwege überlastet sein. Die Lymphflüssigkeit staut sich im Knie. Abhilfe: Gelenk hochlagern und kühlen sowie viel trinken (2-3 Ltr). Du musst dem Körper die Möglichkeit geben, über Flüssigkeit die Abbau- und Entzündungsstoffe wieder auszuscheiden. Vielleicht verträgst Du Lymphdrainage.
      Quarkwickel am Knie anwenden: kühlen Magerquark dick auf eine Kompresse auftragen. Kompresse drüber, einwirken lassen. Die Feuchtigkeit des Quarks verdunstet. Wird der Quark warm (nach 10 Minuten), erneuern. Bei Bedarf mehrmals hintereinander wiederholen. Der Wickel ist abschwellend, entzündungshemmend, schmerzlindernd und angenehm kühlend. Quark ist die beste Kühlung, besser als Eis.
      Liebe Grüße
      Ute

      1. Sabine

        Danke, meine physioterapeutin meinte auch das wir mal lymphdrainage machen sollten. Lass ich mir Montag vom arzt verschreiben. Das mit dem Quark ist eine gute Idee.
        Lg Sabine

  28. Mel

    Hallo Ute,
    Vor den Feiertagen war mein Knie richtig gut. Bis 120 Grad bewegen, keine Schmerzen. Seit 3 Tagen ist jedoch nicht mehr so gut. Das beugen fällt mir etwas schwer, die Narben schmerzen wenn ich seitlich schlafen will. Insgesamt kommt mir das Knie etwas steif vor. Auch die Kapsel vorne in der Mitte der Kniescheibe schmerzt etwas mehr. Nun ich habe während den Feiertagen mein Training etwas schleifen lassen, aber ich fühle mich 3 Wochen zurückversetzt. Kann sowas auch am Wetterumschwung liegen? Ich hatte mal einen Schien-u Wadenbeinbruch. Da habe ich das Wetter länger gemerkt. Hattest Du auch sowas wie ein Rückschritt?
    Vielen Dank für Deine Tipps im Voraus.

    Grüsse
    Melanie

    1. Ute

      Hallo Mel,
      Ja, das kenne ich noch heute. Jetzt müsste ich wissen, was Du genau meinst: Muskel-,Gelenk-, (was hilft: Vitamin E http://www.arthrose-blog.de/nusse/ Mandeln und Leinöl) oder Narbenschmerzen. (Sanddornöl). Sicher ist es eine Kombination von allem.

      Stabiles warmes und trockenes Wetter ist für uns günstiger als Nässe, Kälte,Wind bzw. Luftdruckänderungen.

      1.Temperatur
      geringe Temperatur/Kälte
      Bei geringer Temperatur verdickt sich die Gelenkschmiere und es kommt auch zu Durchblutungsstörungen. Das ist das, was Du jetzt zusätzlich mit Verspannungen spürst, weil Du weniger „trainiert“ hast. Also tut Bewegung Not!
      Hohe Temperatur/Hitze
      Ähnliches gilt wohl auch für das Saunieren. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass ich die Biosauna (bis 60°C) sehr gut vertragen habe- im Gegensatz zur Finnischen Sauna (bis zu 100°C), was auch an der dort herrschenden Luftfeuchtigkeit liegt.
      2. Luftfeuchtigkeit
      Biosauna ( bis 55%), Finnische Sauna nur 5%.
      3.sinkender Luftdruck (Hier auch wieder die Veränderung des Luftdrucks)
      Eine Abnahme deutet auf eine Wetterveränderung hin (vom Hochdruck zum Tiefdruck). Die Gelenke können dadurch anschwellen, was die umgebenden Nerven beeinflusst und zu Schmerzen führt.
      4.Kombination aus Temperatur und Luftdruck
      Sehnen-, Muskel-, Knochen- und Gelenkgewebe dehnen sich unterschiedlich aus, da sie verschiedene Gewebedichten haben. Sie arbeiten gegeneinander und das kann zu Schmerzen führen.

      Da gibt es sicher noch mehr Ursachen. Egal, was es ist, da müssen wir durch und Bewegung hilft.

  29. Sabine

    Hallo,
    Meine OP ist nun 3 Wochen her. Da Weihnachtszeit ist hab ich lediglich einen Zettel mit Úbungen bekommen.
    In der Luft Radfahren…… nun zieht es manchmal im Knie. Ist das normal? Das Bein ist auch immer noch sehr angeschwollen und spannt sehr unangenehm. Der Operateur sagte ich darf 6 Wochen nicht belasten und mein orthopâde sagte ich soll so belasten wie ich mich fúhle. Tolle Aussage. Was ist nun richtig? Meine kg fängt erst am 5 Januar an. Hat vielleicht noch jemand eine Idee wie ich die Heilung bis dahin optimieren kann.
    Lg Sabine

    1. Ute

      Hallo Sabine,
      Halte Dich an die Aussage Deines Operateurs. Er hat Dein Knie von innen gesehen.
      Hier findest Du noch weitere Übungen aus meiner früheren Physiotherapie:
      http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/

      Bei Schmerzen kannst Du äußerlich das Gelenk mild kühlen oder einen Quarkwickel (feucht-kühl) anlegen und innerlich z.B. Sanddornöl,Ingwer (auch als Tee),Apfelessig mit Wasser und Honig oder Brennesselsaft versuchen.
      Parallel kannst Du mit einer Ernährungsumstellung beginnen http://www.arthrose-blog.de/ernahrungsregeln/
      Liebe Grüße
      Ute

      1. Sabine

        Dankeschön fur die guten Ratschläge. Das baut einen wieder auf…

  30. Susanne

    Ich möchte euch heute erzählen wie es mir ergangen ist nach meiner Mikrofrakturierung bei Knorpelschaden 4. Grades, Kreuzbandbefestigung und Innenmeniskusnaht. Vielleicht hat noch jemand Tips was gut ist und hilf und kann mir die Frage nach einer Reha beantworten. Wie sinnig ist eine Reha und hat man bei dieser Op überhaupt die Möglichkeit das der Antrag nicht gleich abgeschmettert wird.
    Ich bin am 12.11.2014 mit einer Arthroskopie operiert worden, geplant war nur der Innenmeniskus 8-O, naja – am nächsten Tag wurde mir der Schlauch gezogen ( voll Easybeasy ) dann durfte ich auch schon nachhause.
    Von da an hieß es viel hochlegen, kühlen, ruhen und sofort bewegen. Die ersten 5 Tage keinerlei Belastung. Ab dem 6. Tag als ich meine DonJoy Schiene bekam (mit keinerlei Gradeinschränkung) bis max 10 kg Belastung und dies für die nächsten 4 Wochen. Gesagt getan 4 Wochen Gehhhilfen 🙁 . Physiotherapie hatte ich gleich ab dem 6. Tag zuhause, dies nun immer 1 bis 2 mal pro Woche. Ich übte und bewegte daheim sehr viel und hielt mich an die Vorgaben. Ab der 5. Woche durfte ich bereits anfangen meine Gehhilfen abzutrainieren. Nun ist der ganze Zauber bereits 6 Wochen her und ich bin sehr zufrieden, ich darf seid gestern ohne Gehhilfen rumgurken und auch wieder Autofahren.
    Was ich noch sehr merke ist wenn der Fuß bzw. das Knie viele Std in Bewegung bzw in abgewinkelter Form ist, das er aufschwillt und schmerzt.
    Die Schiene wird wohl noch ein paar Wochen mein Begleiter bleiben, der Arzt hat mich auch nochmals 5 Wochen krankgeschrieben ( ich arbeite im Kindergarten). Hat aber gemeint ich dürfe ich in 2 bis 3 Wochen langsam versuchen ohne Schiene zu laufen. vereinzelt probiere ich das bereits zuhause ;o), in kleinen und wenigen Schritten funktioniert es wunderbar. Meine Beweglichkeit ist fast vollkommen hergestellt Streckung komplett und Beugung fehlen noch ca. 10 bis 20 grad. Was ich Anfangs nicht dachte das es eine so langwierige Sache ist. Aber ich bin guter Dinge das ich Anfang Februar wieder arbeiten gehe.
    Diese Hyaloronspritzen werde ich nicht machen, da ich es sehr umstritten finde was man so liest. Ich habe mich dagegen für eine ganzheitliche Behandlung bei einer Heilpraktikerin und Osteopathin entschieden.
    Hoffe das euch meine Schilderung weiterhilft, dies waren viele fragen die ich mir stellte. Wobei man ja auch immer sagen muss das jeder Mensch und Körper anders ist.
    Lg Susanne

  31. Patrick

    Hallo, ich bin zufällig aus lauter Verzweiflung im Netz auf diesen Blog gestoßen und finde es sehr gut. Ich fange mal an mir den Frust von der Seele zu schreiben. Ich habe im Sommer bei einem Benefizspiel Fußball gespielt und zum Ende des Spiels nach 2×20 Minuten, und keiner sehr großen Belastung, gemerkt das etwas mit meinem Knie nicht in Ordnung ist. Bei jedem Schritt knirschte es an der Kniescheibe. In der Nacht wurde es trotz kühlen dick. Am Tag darauf ging ich zum Sportarzt, der mir das Knie punktiert hat, so dass ich wieder gehen konnte. Das Knirschen war aber immer noch nach einer Weile sehr extrem und er überwies mich zu einem Chirurgen mit Verdacht auf Knorpelschaden. Nach einigen Wochen bekam ich den Termin beim Chirurgen und er empfahl mir eine Arthroskopie. Ich fragte ihn ob dieses auch zu einem späteren Termin möglich wäre, da ich kurz vor dem Urlaub stand und das Knie zwar extrem knirschte, ich aber normale Sachen im Alltag erledigen konnte und von der Arbeit schlecht fern bleiben konnte. Am 13. November ließ ich mich dann operieren.

    Nach der OP teilte mir der Chirurg im Aufwachraum kurz mit das ich einen Knorpelschaden 4. Grades außen hinter der Kniescheibe habe und das er eine Mikrofrakturierung durchgeführt habe. Er gab mir einen kurzen Bericht plus Krankengymnastik Rezept mit und sagte, dass mein behandelnder Arzt am anderen Tag alles weiter erklären würde.

    In dem Bericht stand: Diagnose: 4. Grad Chondromalazie lat. Femurkondyle + femoropatellares Gleitlager 1,5 – 2cm

    Am anderen Tag bin ich mit dem Bericht zum Arzt und mir wurde der Wundschlauch gezogen. Nach ein paar Tagen bin ich zur Kontrolle hin und fragte wann ich mit der Physio beginnen soll. Er sagte sofort. Bei der Physio sollte ich mich auf die Liege setzen und meine Beine hingen 90 Grad herunter. Ich sollte versuchen vorsichtig das operierte Bein nach vorne zu strecken. Dabei stellte ich fest, dass es sehr stark knirschte und ich starke Schmerzen rund um die Patella hatte. Ich bin dann direkt wieder hin und habe dem Arzt das ganze mitgeteilt und meine Vermutung geäußert das ich das Gefühl habe das etwas nicht in Ordnung sei und ob es seien kann das etwas mit der Patella vorne oder der Sehne wäre, da das Knirschen immer noch genau wie vor der OP da ist. Der Arzt punktierte nach einer Woche das Knie, weil es trotz Kühlens und Stilllagerung immer noch sehr dick war. Der Physio hat nur noch massiert und Lymphdrainage unternommen. Nach wiederum einer Woche wurde mein Knie nochmals punktiert und das Blut wurde zum Untersuchen eingeschickt. Das Ergebnis habe ich bis heute nicht, da es anscheinend verschwunden ist!!! Der Arzt sagte mir, dass er für mich einen Termin beim Chirurgen macht und mit ihm telefoniert. Einen Tag später bekam ich einen Termin bei dem Chirurgen. Als erstes fragte er mich warum ich meine Donjoy Schiene nicht tragen würde die er mit in den Bericht geschrieben hätte. Ich schaute ihn mit großen Augen an und sagte, dass dort nichts von einer Schiene stand. Er schaute nach und sagte dass er es wohl nicht mit drauf geschrieben hätte, es aber nicht so tragisch wäre, und ich dann jetzt eine bekommen würde! Ja ne is klar!!!!! Nach zwei Wochen plötzlich???? Dann sagte er, dass der behandelnde Arzt nicht hätte punktieren sollen. Als ich ihm sagte, dass es warm war und ich Schmerzen hatte, sagte er es sei dann doch ok gewesen. Er zeigte mir Bilder und meinte das ich für mein Alter (40) einen sehr ausgeprägten Knorpelschaden hätte und ich geduldig sein muss. Ich fragte auch ihn ob etwas auf der Patella seien könnte da sie bei der kleinsten Muskelbewegung des vorderen Oberschenkelmuskels knirscht. Er meinte nein und es käme von dem Schaden hinter der Patella. Gut dachte Ich und bin gefahren und glaubte ihm einfach mal. Im Sanitätshaushaus wurde dann meine Donjoy Schiene, die er mir ja jetzt verschrieben hat auf 40 Grad eingestellt. Zwei Wochen später wurde sie dann beim Arzt auf 60 Grad eingestellt. Heute ist die OP genau fünf Wochen her. Ich belaste seit fünf Wochen mit 20kg, so wie er es im Bericht geschrieben hat. Morgen früh muss ich zum Arzt, denn laut dem Bericht soll ich bis fünf Wochen nach der OP teil belasten.

    Ich habe immer noch genau die gleichen Schmerzen rund um die Patella sobald ich das Bein anfange leicht zu strecken und das Knirschen ist nach wie vor! Ich habe mir in den letzten fünf Wochen nichts vorzuwerfen, habe regelmäßig meine drei Kühlpacks verwendet, meinen Tag auf dem Sofa verbracht und meine verschriebenen Voltaren Tabletten gegen Entzündung morgens und abends genommen! Was mich am meisten wundert und echt stört sind die extremen Schmerzen rund um die Patella, die auch schnell wieder verschwunden sind, die ich aber vor der OP überhaupt nicht hatte! Ich bin ein bisschen ratlos.

    Gruß Patrick

    1. Ute

      Hallo Patrick,
      Mich wundert, dass vor der OP kein MRT vorgenommen wurde.
      Die Schwellung sollte Dich nicht wundern: Dein Knie hat außer der OP selbst noch andere Probleme (Einblutungen,Punktierungen) zu überstehen gehabt. Es ist nicht damit getan, diesen Erguss x-mal zu mindern, sondern man sollte auch die Ursache dafür kennen- sonst wird er sich immer wieder von neuem bilden.
      Dabei hat man mehrere Untersuchungsmöglichkeiten. Schon Farbe, Klarheit und Viskosität der Flüssigkeit liefern eine diagnostische Orientierung. Man unterscheidet zwischen blutigen und unblutigen Gelenkergüssen – das heißt die Gelenkflüssigkeit kann mit Blut vermischt beziehungsweise frei davon sein. Beim gesunden Gelenk ist die entnommene Flüssigkeit – das Punktat – klar und leicht zähflüssig (viskös). Es wäre daher schon gut gewesen, das Ergebnis des Labors zu kennen.
      Man sollte auch wissen, dass die Gelenkflüssigkeit sinnvollerweise dazu da ist, das Gelenk zu schmieren und den Knorpel mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Nimmt man das dauernd weg, kann ein chronischer Reizzustand entstehen. So früh nach der OP eine Punktion durchzuführen, ist eine zusätzliche Reizung für das Knie.
      Nun wird dem (wunden) Gewebe schon eine Lymphdrainage zugemutet. Das ist im Prinzip eine gute Sache, aber das reizt Dein Knie noch mehr- so meine eigene Erfahrung.
      Auch dass man Dich schon den Fuß nach so kurzer Zeit belasten lässt, wenn auch nur mit 20kg, verwundert mich sehr. Normalerweise ist bei diesem Knorpelschaden eine völlige Entlastung für mdst. 6-8 Wochen angesagt, erst danach beginnt die zunehmende Belastungsphase! Wer drängt da zur Eile? Hast Du Gehhilfen?
      Zum Knirschen
      Dir fehlt zur Zeit nach Synovialflüssigkeit und Dein Knie ist gereizt. Bei der OP wurde auch eine Lavage gemacht, das entzündete Gelenk wird ausgespült, dabei wird auch die Gelenkschmiere mit ausgespült. Es wird dauern bis sie sich wieder von alleine gebildet hat. Das geschieht z.B. auch durch Bewegung, die Du ja zunächst noch nicht ausführen darfst. Vielleicht hilft Dir die CAMOped-BewegungsSchiene.
      Treten gleichzeitig auch Schmerzen auf?
      Viele Grüße
      Ute

      1. Patrick

        Hallo Ute,
        Vielen Dank für das super schnelle Feedback. Heute Morgen war ich nun wieder beim Arzt und ich habe ihn mit einigen Fragen konfrontiert. Die Ergebnisse vom punktieren sind jetzt auch mal aufgetaucht. Der Arzt sagte das Knie sei rein und es wären keinerlei Anzeichen auf Bakterien gewesen. Er hat damals beim punktieren jeweils 60ml reines Blut rausgezogen.
        Heute hat er sich nach meinem Nachfragen die Patellasehne via Ultraschall angesehen und festgestellt, dass sie leicht geschwollen und wohl entzündet ist. Wenn ich versucht habe das Knie aus der 90 Grad Beugung zu strecken und er an die Sehne gefasst hat, schmerzte es extrem und ich konnte das Bein gerade einmal auf ca. 70 Grad strecken. Es war nach kurzer Zeit wieder weg. Da ich mich ja schon seit Beginn damit rumquäle und immer wieder darauf hingewiesen habe das ich nicht glaube das es mit dem Knorpelschaden zu tun hat, fragte ich ob es sinnvoll wäre mal ein MRT von der Patella zu machen. Er sagte, dass es nach er OP noch zu früh sei. Er war der Meinung mir etwas an die Sehne zu spritzen und meinte das die Schmerzen in den nächsten sieben Tagen um 50% reduziert seien müssten. Dann könnte man auch ausschließen, dass es vom Knorpelschaden kommt. Ins Gelenk hat er auf alle Fälle nichts gespritzt. Die Donjoy Schiene wurde auf 90 Grad eingestellt.
        Ich bin jetzt erstmal weiter bis zum 09.01. krankgeschrieben und soll weiterhin mit den Gehilfen laufen, jedoch anfangen mehr zu belasten. Wie Du merkst bin ich sehr verunsichert. War es richtig, dass er mir etwas an die Sehne gespritzt hat?
        Gruß Patrick

        1. Ute

          Hallo Patrick,
          Dein Arzt wird Dir eine entzündungshemmende oder schmerzstillende Injektion verabreicht haben. U.U. wird er das nochmals einsetzen.
          Die Diagnose „Patellasehnenentzündung“ solltest Du Deinem Physio sagen.Daher kamen die Schmerzen bei der Streckung, die Du oben beschrieben hast. Er kann u.a. Dehn-und Kräftigungssübungen der vorderen, aber auch hinteren Oberschenkelmuskulatur mit Dir machen.
          Mehr belasten, heißt auch mehr Druck;geh das sanft an. Vergiss nicht: Hochlegen,kühle Kompressen.Keine übermäßige Beugung, daher wäre eigentlich die COMOped Schiene gut. Tapen- kann aber nur ein Physio mit Zusatzausbildung.
          Viele Grüße und geruhsame Feiertage
          wünscht Dir Ute

  32. Mel

    Hallo Ute, vielen Dank für Deine Nachricht. Ich habe vom Arzt noch andere bekommen die den Knorpelauf unterstützen. Grünlippenmuscheln sind mehr zur Vorbeugung.

    Ich habe noch eine Frage. Wie lange ging es ungefähr bis ihr wieder 100% belasten könntet?

    Beste Grüsse
    Melanie

  33. Sabine

    Hallo, bin am 4.12 operiert worden. Knorpelschaden 4 grad. Tags darauf hat mein Hausarzt den wundschlauch gezogen. Nun ist Wochenende und ich habe einen Kompressionsverband. Muss morgen wieder hin. Wie geht es weiter? Mein operateur sagte keine Physiotherapie andere wiederum doch ….weiss nicht was ich machen soll….

    1. Ute

      Liebe Sabine,
      Bitte lies zunächst http://www.arthrose-blog.de/mikrofrakturierung/
      Man kann die Genesung nach der OP in 4 Phasen einteilen. Wie lange die einzelnen Phasen dauern, kann man nicht genau festlegen.
      Phase 1
      Schwellung lindern=kühlen,hochlagern, Fäden ziehen, Physiotherapiebeginn (Zeitpunkt bestimmt der Arzt) im Bett http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/
      CAMOped Bewegungsschiene unterstützend zur Physio. Vielleicht Lymphdrainage
      Phase 2
      Von der Nicht-Belastung zur Vollbelastung,Das Abrollen des Fußes,Gehen wieder erlernen,Muskelaufbau
      Phase 3
      verstärkte Physiotherapie (Konditionsaufbau),u.U. Ergometerfahren
      Phase4
      Ausdauer,Vertrauen in seine Fähigkeiten erlangen
      Geduld haben und den Mut nicht verlieren!
      Liebe Grüße
      Ute

      1. Sabine

        Vielen lieben Dank!
        Wurde Ambulant gemacht. Da sitzt man dann zu Hause und nichts geht mehr. Man kommt ins grübeln ob das alles seine Richtigkeit hat….
        Freut mich diesen Blog gefunden zu haben.
        Wünsche dir noch einen schönen 2 AdventLG Sabine

  34. Hell Maria

    Hallo Ute,
    habe dein Blog gelesen der mir sehr hilfreich ist.Habe am 12.11 auch eine Microfrakturierung gemacht bekommen, bin jetzt zuhaue bis 30.12. krank geschrieben.Mein Arzt hat mir auch empfohlen 4 Wochen nicht aufzutreten, wie ich aber gelesen habe ist es besser wenn man sich noch länger Zeit lässt, wozu ich auch bereit bin. Nur habe ich Angst was danach kommt wenn ich wieder auftreten kann und ob mir der Physiotherapeut mir es dann richtig beibringen kann.
    Mein Arzt hat mir auch empfohlen diese Spritzen zu nehmen Hyaluron -spritzen , ob das gut ist ? habe bis jetzt bei niemanden gelesen die diese Spritzen nach Mikrofrakturierung bekommen haben. Wie war es bei dir?
    Liebe Grüße Maria

    1. Ute

      Hallo Maria,
      Ich habe damals keine Hyaluronspritzen bekommen.
      Die Verabreichung kann einmal oder auch mehrmals (meist 5*) im Abstand von einer Woche erfolgen. Die Spritzen werden allerdings nicht von der Krankenkasse übernommen und können ca. 300€ kosten.
      Bei geringem Arthrosegrad kann die Hyaluronsäure als „Schmiermittel“ helfen; sie hat aber nur eine begrenzte Wirkungsdauer, da sich die Hyaluronsäure im Körper wieder abbaut. Die Spritzen-Therapie kann aber wiederholt werden.
      Ich finde es immer besser, sich bei der Genesung Zeit zu lassen. Also besser 1 Woche länger als zu kurz.
      Dein Physio wird Dich langsam an die Vollbelastung heranführen.
      Ich habe mir immer die einzelnen Übungen aufgeschrieben und dann regelmäßig „trainiert“, wenn ich mal keine Physio hatte.
      Was mir auch geholfen hat, ist ein Tagebuch führen. So kann man sich die einzelnen Erfolge bewusst machen und auch dem Physio besser erklären, wo es noch nicht so klappt.
      Bitte lass Dich nicht entmutigen: das wird schon.
      Liebe Grüße
      Ute

  35. Franz

    Hallo, bei mir ist am 07.11.2014 eine Mikrofrakturierung mit innen Meniskus Entfernung durchgeführt worden. Am Tag 7 nach der OP sagte mir der Orthopäde ich könne den Fuß nun mit 20 kg belasten, was ich allerdings noch nicht gemacht habe. Was ich so lese ist das doch zu früh oder? Ferner habe ich eine Knieorthese medi M4 OA erhalten gegen O-Beine, was sie aber meiner Meinung nach nicht macht. Die drückt so weit ich das beurteilen kann nur den Knochen unterhalb des Knies weg. Die Schiene sollte am rechten Bein eine X Stellung ausführen, damit sich auf der Knieinnen Seite der Knorpel besser bilden kann.

    Wie weit seid Ihr den nach einer OP auf Krücken schon gegangen wenn man leicht den Fuß aufsetzt?
    Wie liegt Ihr denn im Bett, und wie lagert Ihr euer Bein?
    Wenn Ihr auf einen Stuhl sitzt, wie lange sollte man das längstens machen?
    Mein Orthopäde meint nämlich nicht zu lange sitzen.
    VG Franz

    1. Ute

      Hallo Franz,

      Mit der 4-Punkt Hartrahmenorthese M.4®s OA zur Entlastung und Stabilisierung des Kniegelenks habe ich keine Erfahrung. Vielleicht solltest Du den Sitz überprüfen lassen.

      Da man zu Beginn recht lange braucht, um wieder das Gefühl für den Fuß zu bekommen, war es für mich nur eine kurze Distanz. Koordination mit den Stützen und fehlendes Körpergleichgewicht haben es mir schwer gemacht.

      Dein Orthopäde hat recht. Wenn Du sitzt, dann aktiv. Dynamisches Sitzen= Recken+Strecken! Du solltest die Beine nicht anwinkeln, sondern ausstrecken. Aktiv mit den Beinen pendeln oder die Venenpumpe http://www.arthrose-blog.de/venenpumpe/ machen.

      Zu Beginn habe ich mein Bein auf einer Hochlagerungsschiene gelagert. Später seitlich mit einem Seitenschläferkissen zwischen den Knien.

      Liebe Grüße
      Ute

  36. Heidi

    Hallo,

    Bin letzte Woche mit stützen gefallen( leider wurde mein Kommentar nicht im blog gedruckt). Ist aber alles gut gegangen. Hab jetzt die 5. Woche nach OP hinter mir. Nächste Woche ist Termin b.Orthopäden. Hoffe dann,dass ich wieder voll belasten darf. Mache bei KG leichten Muskelaufbau mit 15 Kg. Zu Hause gehe ich 2x aufs fitnessfahrrad. Geht ziemlich gut,alles ohne schmerzen. Weiß jemand,wie oft man ein Rezept für KG bekommt? Oder ist dann eine Reha besser. Nur ob das meiner psyche jetzt gut tut,bezweifle ich. Man ist doch oft niedergeschlagen nach so langer Zeit, ich zumindest. Da hilft das austauschen untereinander mit anderen gleichgesinnten viel. Liebe Elisabeth,wünsche dir alles gute.

    Heidi

    1. Ute

      Hallo Heidi,

      Die Verordnungsmenge der KG richtet sich nach den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls. Vor Folgeverordnungen prüft der Arzt erneut den Zustand des Patienten.
      Das könnten 3-5*6 Behandlungen sein- abhängig von Krankheit, vom Arzt, von der Krankenkasse; genaueres kann ich Dir leider nicht sagen. Verordnungen außerhalb des Regelfalls sind möglich. Dann ist für längere Zeit stopp. Erkundige dich am besten bei Deiner Krankenkasse
      .
      Dein Arzt muss die medizinische Notwendigkeit einer Rehabilitationsmaßnahme feststellen. Er hilft Dir auch beim Ausfüllen der Antrags-Formulare.

      Liebe Grüße
      Ute

    2. Heidi

      Hallo Ute,

      Hab jetzt die 6. Woche nach OP hinter mir u.war gestern b.Orthopäden. Ich soll jetzt Knie nach und nach voll belasten. Versuche nun,kleine Wege ohne stützen zu gehen,fällt mir noch sehr schwer. Einerseits hab ich b.gehen schmerzen und fühle mich auch sehr unsicher ohne Unterstützung. Bei Physiotherapie mach ich jetzt mehr Muskelaufbau, Therapeut meint,dass ich noch wohl ein paar Rezepte f.KG brauch. Der Arzt hat mir rehasport verordnet. Nur ist an meinem Wohnort eine Gruppe,die alles,sprich Knie und rücken, abhandeln. Wäre training an Geräten nicht effektiver,als Übungen in Turnhalle? Wer hat Erfahrung damit?
      Sind Übungen im Wasser auch alternative?

      LG Heidi

      1. Ute

        Zu REHA Sport und Funktionstraining (Trocken- und Wassergymnastik) siehe hier:
        http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/
        Der Arzt verordnet die notwendige Maßnahme (Antrag auf Kostenübernahme).Man legt den Antrag der Krankenkasse vor, die dann prüft und ggf. die Kosten übernimmt. Rehasport/Funktionstraining wird auf die individuellen körperlichen und gesundheitlichen Bedürfnisse abgestimmt (Ziel wird bestimmt).
        Beim Rehasport handelt es sich um 50 Stunden über einen Zeitraum von 18 Monaten. Der Arzt bestimmt die empfohlene REHA-Sportart,z.Bsp. Gymnastik, auch im Wasser. Er legt auch die wöchentliche Anzahl der Übungseinheiten fest.
        Funktionstraining ist Trockengymnastik oder Wassergymnastik, meist über die Dauer von 12 Monaten verordnet.
        Die Übungen finden in einer Gruppe statt. Soweit mir bekannt ist, enthält die Maßnahme kein Gerätetraining. Wassergymnastik ist eine sinnvolle Ergänzung. Der Arzt hat die Möglichkeit dies anzukreuzen.
        Liebe Grüße
        Ute

      2. Elisabeth

        Hallo Heidi,
        Ute hat schon recht mit dem REHA-Sport.Ich hatte wg. der Schulter auch schon REHA-Sport, zuerst war es an Geräten, aber dann durfte die Praxis es von der Kasse aus nur noch in Gruppen machen. Dabei haben sie halt alle Muskelgruppen/ Erkrankungen mitgemacht. Das war manches mal besonders für ältere Mitpatienten nicht leicht. Aber die Therapeutin ist recht gut eingegangen auf alle und so hat es doch was gebracht.
        Wassergymnastik war da aber leider nicht dabei, auch weil diese Praxis kein Becken hat.
        Aber wenn Du das bekommst nach der Physio selber, ist es sicher noch gut. Rezeptmäßig hatte ich bei der Schulter keine Probleme, das waren bestimmt 6-8 Rezepte gewesen damals, aber wie es beim Knie ist, keine Ahnung. Viel Erfolg!!

  37. Sonja

    Hallo zusammen,
    meine Mikrofakturierung ist nun seit 9 Wochen her. Die ersten 4 Wochen durfte ich nur bis 20 kg belasten und das auf max. 30 Grad beugen, ab der 4. Woche auf 60 Grad und nach 6 Wochen erfolgte keine Beschränkung mehr. Die Schwellung ist fast weg und bei der Kniebeuge schaffe ich es auf 100 Grad. Leider haben sich nach dem Weglassen der Gehhilfen in der 7. Woche massive Rückenschmerzen im Lendenwirbel eingestellt. Ich schätze, das kommt von der Schonhaltung. Beim Treppenaufsteigen habe ich im Knie noch ziemliche Schmerzen auf der Innenseite. Die Oberschenkelmuskulator ist ziemlich schlaff und das Knie knickt manchmal beim Laufen weg. Ich war auf diese OP nicht vorbereitet, da der Operateur nur eine Gelenkinnenhautentfernung geplant und sich dann während der OP kurzentschlossen für die Mikrofakturierung entschlossen hatte. Bislang hatte ich 18 Physio-Einheiten. Leider hat meine Therapeutin nur die isometrischen Übungen in Rückenlage durchgeführt und mich nicht auf das Laufen ohne Gehhilfen vorbereitet. Irgendwie bin ich verzweifelt, weil es nicht so richtig rund läuft. Am 20.11. muss ich wieder zur Vorstellung beim Chirurgen. Bin ich zu ungeduldig? LG Sonja

    1. Ute

      Hallo Sonja,

      Das läuft doch recht gut bei Dir.
      Deine Physio sollte Dich aber auf das Laufen mit Gehstützen vorbereitet haben. Wichtig ist auch, dass sich das Gefühl für Deinen Fuß und Dein gesamtes Körper-Gleichgewicht wieder einstellt. Unbewusst belastet man das gesunde Bein nämlich mehr und geht Schmerzen aus dem Weg.
      Durch die ungewohnte Belastung mit Stützen kommt es häufig zu Rückenschmerzen oder Verhärtungen im Schulterbereich. Das hatte ich auch. Da helfen Rückenmassagen, vorher mit Wärme-Anwendungen.

      Wenn Dir das Treppensteigen Schmerzen bereitet, solltest Du ruhig noch die Gehstütze benutzen. Das bedeutet, dass Du noch nicht genug Muskulatur gebildet hast. Ich konnte es damals besser hoch als runter. Das hängt auch von der Treppe selbst ab. Das schaffst Du schon noch!

      Sind Deine Physio-Einheiten beendet oder hast Du noch welche verordnet bekommen? Wenn nicht, würde es sich sicher lohnen noch welche selbst zu bezahlen.

      Liebe Grüße
      Ute

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