Mikrofrakturierung

 

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11 Kommentare

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  1. Max

    Hallo Liebe Ute,

    großes Lob für deinen Blog, dieser hat mir vor der OP sehr geholfen.
    Zu meiner Geschichte: Vor zwei Jahren wurde ich das erste Mal operiert am linken Knie, Diagnose: meniskusriss.
    Wurde relativ zeitnah operiert und wollte nach der OP schnellstmöglich wieder kicken. Leider hat das alles nicht so geklappt wie gewünscht, also begann das Theater von vorne Mrt etc. beim zweiten Mrt nach der ersten OP wurde dann ein Knorpelschaden 4 Grades festgestellt. Viele Ärzte frühstückten einen nach 5 Minuten ab. Empfehlung: kein Fußball mehr, lieber schwimmen und Fahrradfahren… Über Empfehlungen kam ich dann zu einem Sportmediziner ( ehemaliger Teamarzt von 96 ) das erste mal hatte ich wieder Hoffnung. Er nahm sich Zeit für einen und sprach mit einem über mehrere Therapieansätze. Gemeinsam entschieden wir uns für eine Microfrakturierung. Vor der OP began ich schon den Oberschenkel zu trainieren sowie das krückenlaufen.
    Die OP wurde ambulant durchgeführt die ersten 6 Wochen bzw 5 mit Krücken sind natürlich zum ko**en, aber da muss man durch,sollte durchgängig 20 Kilo Teilbelasten, nach 2 Wochen bin ich wieder arbeiten gewesen ( Bürojob+ Anfahrt mit der Bahn ). Hatte vom ersten Tag eine Bewegunsschiene die ich die ersten drei Wochen 4-6 Stunden genutzt habe, danach 1-2 Stunden. Physiotherapie hatte ich ab der ersten Woche Post Operativ.
    Nach 5 Wochen würde ich das zweite mal vorstellig beim Arzt mit der Erlaubnis auf Vollbelastung zu Switchen. Habe das natürlich sofort versucht, mein Knie nahm die sofortige Vollbelastung nicht gut auf und wurde relativ dick. Nach Rücksprache mit meinem Physio habe ich wieder die Krücken rausgeholt und eine Woche täglich jeden Tag die Belastung bis hin zur Vollbelastung gesteigert. Seit dem hatte ich keine Schwellung mehr im Knie. Ich fahre derzeit täglich Fahrrad, niedriger widerstand hohe Frequenz und trainiere derzeit 3 mal wöchentlich meinen Unterkörper ( Beine, Po und unterer Rücken ) und 2 mal die Woche den Oberkörper. Ab und an versuche ich zu schwimmen, wobei Rad fahren eher mein Ding ist. Die OP ist jetzt 9 Wochen her und ich habe am Freitag mein Kontroll MRT und kriege am Montag das Ergebnis, ob sich Faserknorpel gebildet hat. Mein Fazit bisher ist sehr positiv, man muss arbeiten und auf sein Knie hören, auf sofortige Vollbelastung würde ich nächstes mal verzichten . Wenn alles nach Plan läuft bin ich Ende Februar wieder am joggen und Ende März bzw Anfang April wieder auf dem Fußballplatz. Habe vor und während der OP glaube ich jeden Beitrag zu knorpelschäden gelesen zumindest die ersten 4 Seiten bei Google
    Dieses Forum war mit Abstand am informativsten und daher wollte ich gerne meine Erfahrungen mit euch teilen, informiert euch gut, denn die ersten 6 Wochen waren wirklich anstregend,seit dem geht es stetig bergauf und ich hoffe das bleibt auch weiterhin so.

    Wünsche allen Leidensgenossen alles gute und bleibt am Ball ☺️
    Zur Person: männlich, 26 Jahre , sportlich aktiv

    1. Ute

      Hallo Max,
      Vielen Dank für Deinen Beitrag!
      Sei vorsichtig mit dem Joggen und vor allem mit dem Fußballspielen.
      Hier geschehen gerne die Meniskusverletzungen – sei es durch Verdrehungen oder Fremdeinwirkung.
      Ich würde mich freuen, wenn Du hier weiter berichten würdest.
      Liebe Grüße
      Ute

  2. Anja

    Hallo Ute,

    oft habe ich schon die Beiträge gelesen und nach ähnlichen Erfahrungen gesucht, aber so doch nicht gefunden… mich interessiert Deine Einschätzung zu meiner Situation und ob Du vielleicht noch Adressen/weitere Tips hast…

    Ich habe mir vor ziemlich genau einem Jahr beim Bouldern und Abspringen auf eine Matte (aus ca. 1,5-2m Höhe) leider mein re Knie total verdreht und ramponiert: Kreuzbandriss, Riss im Innen- und Außenmeniskus, Mikrofrakturen/Stauchtraumen, Gelenkkapsel und Innenband gezerrt und – warum ich auch hier gelandet bin- leider ist ein 1×1,5cm großes Stück Knorpel am medialen Femorkondylus rausgebrochen. Dieses wurde 3 Wochen post Unfall in einer Kreuzband-OP entfernt und der freiliegende Knochen mikrofrakturiert. Dann Physio/Bewegungsschiene (alles passiv, keine Last), 6 Wochen komplett entlastet (nur 5kg Abrollbewegung), dann 2 Wochen Teilbelastung, dann Versuch der Vollbelastung.
    Ich bin seither nie wieder komplett schmerzfrei ins Gehen gekommen, an joggen ist gar nicht zu denken …

    Ich bin ein Sportfreak und Bewegungsjunkie und es war/ist wirklich hart für mich. Ich fahre sehr viel Rad, schwimme, klettern geht so einigermaßen (mit Einschränkungen/aufpassen), aber alles andere…
    Ich habe auch eine ambulante Reha gemacht.
    Aufgrund der sehr langen Zeit an Krücken (3 Monate) war die Muskulatur stark abgebaut. Das sieht mittlerweile ganz gut aus, aber immer noch habe ich Anlaufschmerzen, kann max 45 min am Stück gehen (Nordic Walking) und danach tun Hüfte und Knie weh. Es ist nichts dick oder warm, die Beweglichkeit des Knies ist supergut.

    Laut Folge-MRT ist der 4. gradige Knorpelschaden nach Unfall zweitgradig; es hat sich ein durchgehender Faserersatzknorpel gebildet. Der Innenmeniskus ist und bleibt innen komplett durchgerissen. Der Operateur wollte ihn nicht entfernen, da ein schlechter Meniskus immer noch besser sei als gar keiner oder ein halber. Es gab keine Ausfaserung ins Gelenk.
    Ich habe es auch schon mit Hyaluronsäurespritzen probiert.

    Langsam bin ich und Operateur am Ende mit dem Latein. Wir versuchen es jetzt erstmal weiter konservativ: weiterer Muskelaufbau + orthomol arthroplus.

    Die OP ist jetzt fast ein Jahr her, aber es ist immer noch weit weg von gut oder normal.

    Meine Frage: Warst Du irgendwann nach MF beschwerdefrei? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Was ist „normal“ und wie lange braucht das? Ist eine Transplantation sinnvoll (mir graut es nur vor weiteren OPS und langer Reha, aber so kann auch nicht das Endstadium sein….)?

    Danke für eine Einschätzung!

    Vg, Anja

    1. Ute

      Hallo Anja,
      Zum Sport siehe meine Bewegungspyramide in: http://www.arthrose-blog.de/arthrosegerechte-bewegung/
      Radfahren, Schwimmen ist gut für den Bewegungsapparat. Nordic Walking kann man machen. An Jogging wirst Du auch in Zukunft nicht denken können, da die Belastung für die Knie recht groß sein können. Die Gefahr einer weiteren Verletzung wäre mir zu hoch. Daher suche Dir eine arthrosegerechte Sportart.

      Da die Hüfte auch mit schmerzt, kam mir der Gedanke, dass diese auf eine Fehlstellung/belastung überprüft werden sollte.

      Ich habe unterschiedliche Beinlängen, die u.a. eine Ursache für meine mechanische Arthrose sind.
      Es ist sinnvoll, auf dem Laufband die Abroll-Bewegung der Füße zu analysieren.
      Die Analyse gibt Aufschluss über das Zusammenwirken von Fuß, Bein und Knie und verdeutlicht so die Probleme im Bewegungsablauf. Das kannst Du in einem Sanitätshaus vornehmen lassen.
      Vielleicht hilft auch in der Wohnung barfuß zu laufen und draußen dämpfende Muskel aktivierende Schuheinlagen zu tragen. Das solltest Du mit Deinem Arzt besprechen.
      Hast Du es schon mal mit korrekt sitzenden Bandagen versucht? Wenn ich tanze hilft mir das zur Stabilisierung.

      Liebe Grüße
      Ute

  3. Sabine Zürn

    Hallo Ute,
    meine Operation mit Mikrofrakturierung an der rechten Kniescheibe war am 14.3.2016. Die Knieorthese, mit 45Grad musste ich bis gestern Tag und Nacht tragen. Nur tagsüber beim Sitzen im Fernsehsessel durfte sie zeitweise abgenommen werden . Außerdem zweimal die Woche KG mit Lymphdrainage. Seit gestern darf die Orthese Nachts weg gelassen werden und der Radius wurde auf Grund der guten Beweglichkeit für die nächsten zwei Wochen auf 90 Grad gestellt.
    Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Mir helfen Quarkumschläge gut gegen Schwellungen.
    Ab wann ist der Wechselschritt beim Treppensteigen wieder erlaubt ist ?
    Nachdem ich im Büro arbeite, will ich eigentlich in zwei Wochen, -wenn ich die Orthese ablegen kann und hoffentlich wieder Auto fahren kann- wieder arbeiten.
    Mal sehen.., gleichzeitig bin ich nach einem kurzen privaten „Ausflug“ und der nötigsten Hausarbeit schon völlig platt…
    Das dauert doch Alles ziemlich und es stimmt: Auf die Zeit danach wird man in der Tat nicht vorbereitet…

    Danke für diesen interessanten Blog.

    Liebe Grüße

    Sabine

    1. Ute

      Hallo Sabine,
      Wechsele bitte öfters zwischen Be- und Entlastung. Stehe nicht zu lange, sondern setze Dich auch mal wieder. Dein Muskelzustand ist noch nicht optimal für längere Hausarbeiten.
      Sicherlich meinst Du das alternierende Treppensteigen ohne Gehstützen? Das solltest Du mit Deinem Physio üben und zwar erst, wenn Dir Vollbelastung von Deinem Arzt frei gegeben wird. Es ist wichtig, das Körpergewicht richtig über das Knie zu positionieren und auch das gesunde Bein „dynamisch“ zu setzen. Wahrscheinlich geht’s besser hoch als runter .Tipp: vorsichtig rückwärts runter und die Wadenmuskulatur trainieren.
      Bei der Verlagerung des Beins auf die Stufe: auch hier ist nicht nur eine physische, sondern auch eine psychische Blockade zu überwinden.
      Liebe Grüße
      Ute

  4. Sonja

    Hallo Ute,
    schön dass man mit dem Thema Microfrakturierung nicht alleine ist!!!
    Bei mir sind kommenden Freitag endlich 6 Wochen ohne Belastung des rechten Beines um. Wann darf man denn wohl wieder Auto fahren? Wie ging das nach den 6 Wochen denn mit der Belastung weiter? Wann konnten Sie wieder arbeiten. Liebe Grüße Sonja

    1. Ute

      Hallo Sonja,
      Ab der 7.Woche erfolgt zunehmende Steigerung bis hin zur Vollbelastung: Dein Arzt bestimmt das Schema des Belastungsaufbaus! Ein Gefühl für die Höhe der Belastung kann man zusammen mit dem Physio auf einer Waage üben.
      Es sollte der Übergang vom 3-Punkt-Gang ( Dabei berühren beide Stützen gleichzeitig mit dem zu entlastenden Bein den Boden) zum 4-Punkt Gang (Vollbelastung re Bein+Li Stütze,li Bein+re Stütze gleichzeitig) und weiter bis zum Weglassen geschehen. Du kannst die Gehstützen weglassen, sobald Du einen normalen, nicht hinkenden Gang erreicht hast. Zu Beginn solltest Du nur kurze Wege (z. B. in der Wohnung) ohne Gehstützen zurücklegen. Mit zunehmender Sicherheit kannst Du auch für längere Strecken auf die Gehstützen verzichten. Das Gehen mit nur einer Gehstütze ist nicht zu empfehlen, da es den „humpelfreien“ Gang eher verzögert. Nutze also, bis Du frei gehen kannst, beide Stützen. Versuche beim Laufen geradeaus und nicht nach unten zu schauen.
      Ich hatte das Glück, dass ich zu dem Zeitpunkt Hausfrau war und mir Zeit lassen konnte, obwohl ich auch ungeduldig war.
      Autofahren empfehle ich erst nach Erreichen der Vollbelastung ,zunächst mit Begleitung.
      Du solltest erst vorher trocken üben, wie Du ins Auto ein/aussteigen, die Bremse treten, einkuppeln und Gas geben kannst.
      Liebe Grüße
      Ute

  5. Anja

    Hallo Ute,

    hatte am 28. Januar eine Teilresektion des Innenmeniskus, Synovektomie und Mikrofrakturierung am linken Knie. Hatte keine Bewegungsschiene, dafür aber KG und Lymphdrainage. Nach vier Wochen Sohlenkontakt sollte ich nun die Belastung langsam steigern und wäre nun bei Vollbelastung. Soweit die Theorie, aber im Moment kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, jemals wieder gescheit laufen oder Treppen steigen zu können.
    Beweglichkeit ist soweit gut (Streckung und Beugung), aber die Belastung haut wenn überhaupt nur mit gestrecktem Bein hin. Bin ziemlich frustriert. Hab diverses Ziehen und sonstige“Gefühle“ im Knie und grüble immer, ob das normal ist und was ich vielleicht noch tun könnte, um etwas zu verbessern. Fahre schon auf dem Heimtrainer und mach die Übungen aus der KG auch zu Hause. Es gibt aber so gut wie keine Fortschritte. Meinst Du es gibt Hoffnung!?

    1. Ute

      Liebe Anja,
      Man sagt, dass die Muskulatur eines Beins, wenn sie nur zwei Wochen lang nicht benutzt wird, ca. ein Drittel ihrer Muskelkraft verliert. Zum Wiederaufbau ist viel Training notwendig: Drei- bis viermal pro Woche Ergometerfahren über sechs Wochen und um die Muskelkraft wiederherzustellen, ist noch zusätzliches Krafttraining erforderlich. Das musst Du Dir mit Deinem Physio erarbeiten.
      Da Du vielleicht auch vor Belastungen verkrampfst, könnte eine Fangopackung vor den Übungen hilfreich sein.
      Letztlich gibt es nicht nur eine physische, sondern auch eine psychische Blockade, die es zu überwinden gilt, um so das Vertrauen in seinen Körper zurückzugewinnen…siehe http://www.arthrose-blog.de/mikrofrakturierung/ 😉
      Das wird schon!
      Viele Grüße
      Ute

      1. Anja

        Liebe Ute,

        ich danke Dir für Deine Tipps und aufmunternden Worte.
        Bin mittlerweile auch schon ein wenig voran gekommen in meiner Wiederherstellung, aber es geht wirklich nur sehr langsam besser. Ich war jetzt auch schon mehrmals im Thermalbad, das hat sehr gut getan-kann ich nur
        empfehlen, wenn man die Möglichkeit hat.
        Auf das was nach der OP kommt bereitet einem kein Orthopäde vor. Ich bin froh Deinen Blog gefunden zu
        haben. Ich hoffe es profitieren noch viele Leidensgenossen von Deinen wertvollen Informationen.

        Viele Grüße
        Anja

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