Getränke

Wie hier im Blog bereits mehrfach erwähnt, müssen wir viel Flüssigkeit zu uns nehmen, bis zu 3 Liter täglich. Die Zusammenhänge sind im Artikel Wasser erklärt. Hier stelle ich euch einige andere Getränke vor, die wir zur Abwechslung neben Wasser trinken können – oder besser nicht.

Tee
Für alle Teesorten gilt: bitte Tees ohne Aromazusätze verwenden und nicht zuckern. Zur Not mit etwas Honig süßen.
Bei den Teesorten nenne ich die empfehlenswerteren Sorten oben und stelle euch weiter unten ein paar nicht so empfehlenswerte vor.

Empfehlenswert Kräuter-Tee – 0,5 Liter pro Tag
enthält viele Mineralstoffe.
Die Sorten Kamille, Pfefferminz, Fenchel, Löwenzahn, Brennessel, Lindenblüten sind basenbildend. Ihr könnt also häufig die Sorten wechseln.
Empfehlenswert Rotbusch-Tee – 0,5 Liter pro Tag
ist reich an basisch wirkenden Mineralien, wie Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen und Mangan
Die interessanteste Wirkstoffgruppe im Rotbusch (auch: Rooibos) sind wahrscheinlich die anti-oxidativ wirkenden Flavonoide, die als Radikalenfänger Alterungsprozesse und degenerative Erkrankungen verzögern können.
Empfehlenswert Basen-Tee
lasst euch dazu bitte im Bioladen beraten. Er sollte hauptsächlich Kräuter enthalten. Nicht alles, was als basischer Tee verkauft wird, ist auch einer.
Empfehlenswert Ingwer-Tee
das im Ingwer enthaltene Gingerol wird schmerzlindernd.
Für eine Tasse Tee schneidet man einfach 2 – 3 dünne Scheiben von der Ingwer-Wurzel ab und übergießt diese mit heißem Wasser. Nach einer Ziehzeit von etwa 10 Minuten, kann man dann einen gesunden Tee genießen.
Empfehlenswert Lapacho
Die südamerikanische Baumrinde enthält viele Mineralstoffe (Eisen, Kalium und Calcium). Ihr Selen- und Flavonoid-Anteil wirkt entgiftend.
Bedingt empfehlenswert Schwarzer Tee
Wenn er kurz zieht wirkt er sauer. Ihr solltet ihn mindestens 5 Minuten ziehen lassen, dann regt er nicht die Säuresekretion im Magen an und wirkt im Stoffwechsel basisch.
Mit Bedacht genießen.
Bedingt empfehlenswert Weißer Tee – 1 Tasse
ist ein leichter Säure-Erzeuger.
Bedingt empfehlenswert Grüner Tee – 1 Tasse
ist ein Säure-Erzeuger.
Nicht empfehlenswert Früchte-Tee
bitte einschränken. Er ist säurebildend und kann Sodbrennen verursachen.
Nicht empfehlenswert Hafer-Tee
ich vertrage ihn nicht. Er führt bei mir zu Gelenkschmerzen.

 

Saft
Je frischer der Saft ist, desto basischer ist die Wirkung. Tendenziell gilt, je saurer die Frucht ist, desto besser ist er für uns geeignet.
Ich empfehle, den Saft mit Stillem Wasser zu verdünnen.

Empfehlenswert frisch gepresste Gemüse- oder Obstsäfte – 0,2 Liter pro Tag
Es sind weniger Ballaststoffe enthalten, da ein großer Teil mit den festen Resten weggeworfen wird.
Empfehlenswert Sauerkrautsaft
enthält Milchsäure und dient als Vitamin C Quelle.Hoher Ballaststoffgehalt. Gut für den Darm
Empfehlenswert Kartoffelsaft
gegen Sodbrennen, wirkt gegen Übersäuerung
Empfehlenswert Apfelessig-Cocktail
bringt den Stoffwechsel in Schwung und hilft bei Gelenkentzündungen.
2 EL Bio-Apfelessig in ein Glas geben, mit 1 TL Honig süßen und mit Stillem Wasser auffüllen.

 

Getränke aus Getreideprodukten

Empfehlenswert Brottrunk
das Produkt selbst ist sauer, es wird jedoch basisch verstoffwechselt.
Er enthält jede Menge basenspendender Mineralstoffe wie Natrium, Calcium, Magnesium oder Kalium, Zink, Eisen und Mangan sowie B-Vitamine. Mit Mineralwasser verdünnt, schmeckt er nicht so sauer.
Empfehlenswert Hafermilch
Hafer ist ein Säurebildner.
Empfehlenswert Reismilch
Reis ist ein Säurebildner.

 

Milchgetränke
Milch ist kein Getränk, sie ist eine Mahlzeit. Daher nur 0,2 Liter pro Tag trinken .Sie ist ein Säure-Lieferant und enthält tierisches Eiweiß und Fett.

Empfehlenswert Naturbelassene Molke
Sie ist natriumarm und fördert die Ausscheidung von Schlacken.
Molke unterstützt als mineralstoffreiches, basisches Lebensmittel die natürliche Entsäuerung und Aktivierung des Stoffwechsels. Das Molkeprotein besitzt eine besonders hohe biologische Wertigkeit.
Ein Glas Molke ist gut als Zwischenmahlzeit geeignet.
Empfehlenswert Milch
Wichtig ist, dass wir fettarme Frischmilch trinken.
Je höher der Fettgehalt der Milch ist, desto mehr Arachidonsäure enthält sie.
H-Milch sollten wir ablehnen, weil durch das Ultrahocherhitzen der Milch viele Vitamine verloren gehen.

 

Weitere Getränke, die wir meiden sollten

Empfehlenswert Kaffee – maximal 1 Tasse
Im Durchschnitt trinken die Deutschen 148 Liter jährlich pro Kopf, an einem Tag ca 3 Tassen.
Die Röststoffe rufen saure Reaktionen in unserem Magen hervor. Kaffee reizt nicht nur den Magen, sondern enthält auch Purine. Kaffee ist ein Säure-Erzeuger und entwässert stark. Ebenso gilt dies für koffeinfreien Kaffee und Espresso! Wenn unbedingt nötig, dann 1 Glas Wasser dazu trinken.
Versucht Kaffee langsam zu reduzieren.
Empfehlenswert Getreide-Kaffee
Grundzutaten sind Roggen, Gerstenmalz, Gerste, Zichorien und Feigen. Er ist ebenso wie Weißer Tee ein leichter Säure-Erzeuger. Wenn, dann ohne Zucker trinken!
Empfehlenswert Alkohol
Er ist ein Säure-Erzeuger. Er hemmt die Harnsäure-Ausscheidung, fördert somit Harnsteine. Alkohol begünstigt die Entstehung von Freien Radikalen und verstärkt Entzündungsprozesse.
Empfehlenswert Limonade
Handelsübliche Limonade hat einen hohen Zuckergehalt und enthält viele Aromastoffe. Sie ist ein Säure-Erzeuger.

 

Ideale Getränke sind für uns:

  • Zum Durstlöschen Stilles Mineralwasser, gerne mal mit einem Spritzer Zitronensaft.
  • Ungesüßte aromafreie Kräuter-Tees und Rotbusch-Tee.
  • Ein mit Wasser verdünnter frisch gepresster Obst- oder Gemüsesaft.

9 Kommentare

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    • Peggy auf 15. Februar 2022 bei 18:03
    • Antworten

    Ich trinke sehr gern und oft Grüntee und süße ihn nicht mehr mit Zucker sondern mit Honig, der auch meiner Stimme gut bekommt.
    Ich melde aber Schwarztee, da er fermentiert und in diesem Vorgang geröstet wird, dadurch gehen viele wertvolle Inhaltsstoffe des ursprünglichen Grüntees verloren.
    Dazu ist Grüntee Dank der enthaltenen Polyphenole stark entzündungshemmend.

    Ich verstehe nicht, wieso der Grüntee so negativ beurteilt wird, der Schwarztee hingegen trotz seiner Verarbeitung doch noch positiver dargestellt wird.

    Gerade mit Arthrose werde ich Schwarztee tunlichst meiden, Grüntee aber weiterhin mit Freuden genießen.

    1. Hallo Peggy,
      Sowohl grüne als auch schwarze Teeblätter kommen vom gleichen Strauch. Entscheidend ist die Verarbeitung: Schwarzer Tee ist oxidiert, grüner Tee ist unoxidiert. Dadurch enthält grüner Tee besonders viele Polyphenole. Sie zählen zu den Antioxidantien, die freie Radikale in unserem Körper einfangen und uns so vor Krankheiten schützen können.
      Man fand teilweise Rückstände von Pflanzenschutz-mitteln. Also konsumiere bitte Bio Qualität oder versuche mal weißen Tee.
      Grüner Tee sollte pur getrunken werden, am besten mit frischer Minze und Ingwer. Ein Teelöffel Grüner Tee, ein Stengel Minze, frisch, und ein Stück Ingwer.
      Lg Ute

        • Peggy auf 22. Februar 2022 bei 20:50
        • Antworten

        Hallo,

        ich hab das ausprobiert,aber leider funktioniert das bei mir nicht. Die Schärfe des Ingwers verursacht bei mir fürchterliches Sodbrennen.
        Nun ja, pur wäre ja, nur Grüntee ohne alles, aber mit Minze und Ingwer ist er ja auch nicht mehr pur.

        So trinke ich ihn nun wieder wie gehabt, mit Honig und Milch – 0,3% Fettgehalt. Milch trinke ich schon lange mit niedrigsten Fettgehalt, anders vertrage ich sie gar nicht. Da ich sowieso Vegetarierin bin, ist das für mich auch ok so.

        Was die Minze betrifft, so trinke ich diese am liebsten pur, als Minztee ohne jeden Zusatz.

        Was die Qualität des Grüntees angeht, kaufe ich schon seit Jahrzehnten in einem speziellen Teeladen, wo ich weiß, dass die Qualität absolute Spitzenklasse ist.

  1. Hallo,
    ich hätte da mal eine Frage. Warum wird der grüne Tee nur mit einer gelben Ampel versehen? In diversen anderen Artikeln wurde grüner Tee als gut für den Säure-Basen-Haushalt benannt. Dazu soll grüner Tee entzündungshemmend wirken, was auch schmerzen in den Gelenken lindern soll.

    VG

    1. Hallo Alex,
      Das Positive sind die Antioxidantien des Grünen Tees, die vor freien Radikalen schützen.
      Das Negative sind die Gerbstoffe, die ihn zu einem Säureerzeuger machen. Er enthält Koffein.
      Daher hat er bei mir ein „Gelb“ bekommen.
      Wenn man nicht auf ihn verzichten kann, dann sollte man auf BIO-Qualität und Herkunft sowie Zubereitung (Wassertemperatur und Ziehzeit) achten und ihn nicht gerade bei einer Basenkur trinken.
      Viele Grüße
      Ute

  2. Ich frage mich nur wieder der Früchte Tee stärker reagiert als der Schwarz-Tee. Und der Hafertee: führt er nur bei ihnen zu den Schmerzen oder gibt es da auch andere Erfahrungen? Möchte keine Gelenkschmerzen riskieren 😀

    1. Liebe Lisa,

      Richte Dich nach den Ampelfarben. So hast Du auch unter den Teearten jede Menge Abwechslung.
      Zu den Roten (bedeutet weglassen): Früchte-Tee ist säurebildend und kann auch zu Sodbrennen führen. Auf Hafertee verzichte ich gerne, weil ich Gelenkschmerzen vermeiden möchte.
      Ein typischer Basen-Tee besteht z.B. aus Fenchel,Anis,Kümmel und Süßholzwurzel mit etwas Ceylon-Zimt.

      Liebe Grüße
      Ute

  3. Hallo Meike,
    Tipp: Stilles Mineralwasser mit purem Beeren(saft) kombinieren, z.B. Aroniasaft, Hagebuttensaft http://www.arthrose-blog.de/beeren
    Getreide-Drinks sind Säurelieferanten.Sie enthalten zur Herstellung auch zugesetztes Fett (häufig Sonnenblumenöl), Zucker, Salz und Zusatzstoffe/Aromen.
    Als Milchalternative bieten sich an:
    Bio-Sojamilch (bitte auf „gentechnikfrei“ und naturbelassen achten),
    Bio-Mandelmilch (füge 1 EL Erdmandelflocken hinzu),
    die neutral bzw. basisch verstoffwechselt werden siehe hierzu: http://www.arthrose-blog.de/nusse
    Beide kannst Du Dir selbst mit Beeren mixen und hast so Abwechslung in Deinem Getränkeplan.
    Liebe Grüße
    Ute

    • Meike auf 28. Dezember 2014 bei 17:00
    • Antworten

    Ich trinke selbst auch sehr gerne Mineralwasser (am liebsten mit Fruchtsaft). Da bin ich doch froh, dass diese Getränke „sicher“ für Arthrose-Patienten sind. Ein bisschen überrascht bin ich bei Reis- und Hafermilch! Gibt es denn eine Milchalternative, die für Arthrose-Patienten in Ordnung ist (Mandelmilch oder Sojamilch vielleicht)?

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