Bewegung

 

Hier möchten wir aufzeigen, wie wir durch regelmäßige, aber maßvolle sportliche Belastung der Entwicklung einer Arthrose entgegenwirken und unsere Gelenkfunktion erhalten können.

4 Kommentare

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  1. Birgit Wegner

    Liebe Ute,

    vielen Dank für deine ausführliche und schnelle Antwort.

    Jetzt, da der Eingriff bald bevor steht und ich schon viel in deinem Blog gelesen hab, begreife ich, dass es ein langer Heilungsprozess mit ungewissem Ausgang werden kann.

    Wenn es nicht zu persönlich ist, würde mich noch interessieren, wie sich dein Ersatz-Knorpel anschließend entwickelt hat und in welchem Zustand sich dein Knie jetzt befindet.

    Sicherlich wäre es sehr hilfreich, deine vielen sinnvollen Verhaltensvorschläge umzusetzen, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erreichen und erhalten. Ich hoffe, dass ich überwiegend die nötige Disziplin und Geduld aufbringen kann.

    Liebe Grüße, Birgit

    1. Ute

      Hallo Birgit,

      Ich hoffe, Du hast den Eingriff inzwischen gut überstanden.
      Wichtig ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Arzt, Physiotherapeut bzw. Mitarbeit des Patienten.
      Es ist wichtig die Regeln der Knieschule zu beachten, wie z.B. Kniegelenk entlasten, Körpergewicht verringern, kniefreundliche Sportarten zu wählen.

      Meine MF ist jetzt mehr als 10 Jahre her. Ich habe gelernt auf meinen Körper zu hören. Diese Rückmeldung ist mir wichtiger als ein MRT. (frühestens nach ca. 6 Monaten nach OP möglich Der Gelenkknorpel wird zwar nicht direkt dargestellt,aber indirekt kann man über den verbliebenen Gelenkspalt auf die Intaktheit des Knorpels rückschließen.)

      Wir sollten es als eine Chance zum Neuanfang sehen und Lebensgewohnheiten ändern. Ich musste damals Leichtathletik, Jogging und Reiten aufgeben. Ich habe mich nach der OP langsam an kniefreundliche Sportarten getraut. Zuerst Ergometer-Fahren, muskuläres Training, Schwimmen, Wassergymnastik.
      Später wieder Orientalischer Tanz, heute Faszien-Training, Wirbelsäulen-Gymnastik und Zumba Gold in einem Fitness-Studio mit qualifizierten Trainern.
      Es ist hilfreich, ein Genesungs-Tagebuch zu führen. So kann man sich die Fortschritte bewusst machen.

      Liebe Grüße
      Ute

  2. Birgit Wegner

    Hallo Ute,

    ich freue mich sehr, deinen Blog und damit viele nützliche Informationen gefunden zu haben. 🙂 Nach und nach werde ich möglichst alle Beiträge lesen.

    Zu meinem Anliegen: am 11. Juni steht meine OP am rechten Knie bevor. Was der Chirurg genau machen wird, entscheidet sich erst im Rahmen der Arthroskopie. Fest steht bisher, er glättet den Meniskus (Beschädigung Grad II) und entfernt die Plica. Am inneren Knie habe ich eine Arthrose III bis IV Grades, außen Grad i bis II. Beim ersten Termin hat er auch eine Mikrofrakturierung angedeutet, beim zweiten nicht mehr erwähnt. Darüber hinaus befinden sich freie Teile in meinem Knie und eine 6 cm große Bakerzyste. Ein Patellaspitzensyndrom wurde ebenfalls diagnostiziert (MRT).

    Nach 10 Physiobehandlungen und viel Bewegung geht es mir jetzt wieder besser. Ich konnte mein Knie nicht vollständig strecken und musste seit Anfang Februar humpeln (im Anschluss an eine Städtereise mit viel Zufußlaufen trotz Minusgraden). Im April die nächste Städtereise mit viel Bewegung trotz Humpeln und Schmerzen.

    Die Physiotherapeuten versuchen immer wieder, mich von der OP abzuhalten, aber ich bin entschlossen. Ich möchte wenigstens das rechte Knie retten. Das linke muss auch operiert werden (Arthrose III bis IV).

    Wenn ich die Berichte lese, bin ich sehr verschreckt. Ich habe den Eindruck, nach einer Frakturierung sechs Wochen quasi bewegungslos zu sein. Das ist für mich eine Zumutung, weil ich nicht so viele sitzende Interessen habe und Bewegung einfach brauche.

    Was darf ich in der ersten Zeit denn überhaupt machen? Mit Krücken in unserem Haus auch die Treppen hoch gehen oder muss ich mich im Wohnzimmer einquartieren und beständig liegen? Und dann die schrecklichen Thrombosespritzen, wie ich lesen musste.

    Ich würde mich freuen, von dir zu hören. Vielleicht kannst du kurz beschreiben, was du in den ersten Wochen gemacht hast.

    Mein operierender Orthopäde (Kniespezialist und Betreuer einer bekannten Fussballmannschaft) war der Meinung, dass ich die Krücken nur 10 Tage brauche.

    Liebe Grüße und herzlichen Dank

    1. Ute

      Hallo Birgit,
      Es ist verständlich, daß man, wenn konservative Maßnahmen keinen Erfolg mehr bringen, sich einer operativen Behandlung unterziehen möchte.
      Bei Deinen Diagnosen lassen sich durch relativ einfache Maßnahmen in einer Arthroskopie Vernarbungen im Kniegelenk, die Dich bei der Bewegung hindern, beseitigen.
      Freie Gelenkkörper werden dabei ausgespült.
      Bei der „Glättung“ des Meniskus werden die Teile am Riss entfernt, die gefranzt sind.
      Zur Plica-Entfernung kommt es, damit die Beugung des Kniegelenkes gewährleistet ist.
      Was die Bakerzyste betrifft, so muss man die Ursache kennen, sonst kommt sie u.U. trotz Absaugung wieder.
      Beim Patellaspitzen-Syndrom erreicht man mit bestimmten Übungen, die die Beweglichkeit beeinflussen, schon eine wesentliche Verbesserung.
      Dann verlässt sich der operierende Arzt bei der A. auf das, was er tatsächlich sieht. Bei mir war das MRT auch besser als der Tatbestand.
      Lass Dir von Deinem Arzt für die Zeit nach der MF einen Belastungsplan geben. Weitere Fragen an den Arzt findest Du im unteren Teil von http://www.arthrose-blog.de/fragen-an-den-arzt/
      Wie war das bei mir? http://www.arthrose-blog.de/mikrofrakturierung/
      Muskelaufbau,Dehnungsübungen etc. werden Dich nach der MF zu Hause beschäftigen. Langeweile sollte also keine aufkommen

      Liebe Grüße
      Ute

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