Venenpumpe

Die Aktivierung der Venenpumpe
… oder wie man Krampfadern und Thrombose bei Bettlägerigkeit oder Bewegungsmangel vermeiden kann. Eine einfache Übung mit großer Wirkung …

Durch wechselnde Anspannung der hinteren und vorderen Wadenmuskulatur ist eine bewusste Aktivierung der Wadenmuskelpumpe möglich. Durch diese Muskelpumpenaktivität wird verhindert, dass das Blut in den Venentaschen der Unterschenkelvenen verklumpt und sich ein Gerinnsel bildet.

Wir sollten darauf achten, die Unterschenkelmuskulatur öfter am Tage aktiv zu betätigen, um die Blutströmung zu beschleunigen.

Wie gelingt uns das?
Indem wir uns mehrmals am Tag abwechselnd auf die Zehenspitzen und Fersen stellen.
Diese Übung lässt sich sogar im Sitzen am Schreibtisch durchführen.

Dazu setzen wir uns auf einen Stuhl und rutschen mit dem Gesäß etwas nach vorne. Den Oberkörper halten wir gerade.

Wir stellen unsere Füße auf den Boden.
Wir achten auf einen Winkel von etwa 90 Grad zwischen Oberkörper und Oberschenkel sowie zwischen Ober- und Unterschenkel.

Nun ziehen wir die Zehen hoch und drücken die Fersen fest in den Boden.

Dann drücken wir den Zehenbereich in den Boden und heben die Fersen an.

Dies wiederholen wir insgesamt 20x hintereinander, das heißt, jeweils 10x im Wechsel mit beiden Füßen gleichzeitig.

Während der Übung atmen wir ruhig und gleichmäßig, durch die Nase ein und durch den Mund aus.

Mit kleinen Pausen noch 4x wiederholen.

Verstärken können wir den Effekt, indem wir bei der Übung mit den Händen leichten Gegendruck auf die Oberschenkel ausüben.

Das Thromboserisiko wird ebenfalls verringert durch

  • viel und richtiges Trinken
  • Sport bzw. regelmäßige Bewegung
  • Gewichtsverringerung
  • Treppensteigen statt Aufzug oder Rolltreppe nehmen
  • ruhig mal Fahrrad statt Auto nehmen
  • bei längeren Autofahrten unbedingt Pausen einlegen

 

5 Kommentare

Zum Kommentar-Formular springen

    • Nino auf 15. August 2020 bei 21:36

    Hallo Ute, danke für deinen Artikel, der ganz wichtige Information beinhaltet. Die Aufklärung der Betroffenen ist sehr wichtig. Ich bin überzeugt, dass mit der Bewegung und Übungen möglich ist die Venenerkrankung nicht fortschreiten lassen. Viele Grüße

    • Andi auf 7. Mai 2016 bei 20:40

    Vor allem geben die Übungen auch mehr Bewußtsein für unseren Körper.

    • Anne auf 6. September 2015 bei 10:54

    Die Venenpumpe die ich kenne, ist für die Zeit nach der Operation auf gehstützen in der wir das Bein noch nicht belasten dürfen: im liegen das operierte Bein lang machen und immer wieder die Zehenspitzen doll anziehen und strecken! Auch so wird die Unterschenkelmuskulatur trainiert und vor allem der blutfluss angeregt, sodass die wundflüssigkeit besser ablaufen kann 🙂

      • Ute auf 7. September 2015 bei 11:21
        Autor

      Hallo Anne,
      Durch Bettruhe wird die Blutströmung verlangsamt. Was können wir tun, um die Durchblutung zu aktivieren?
      Prophylaktische Maßnahmen gegen eine Thrombose sind Heparinspritzen, Anti-Thrombosestrümpfe, Hochlagern der Beine auf einem Schaumstoffkissen, Manuelle Drainage, viel Trinken und
      aktive Übungen im Bett, die die Aktivierung der Muskel-Venen-Pumpe anregen, und zwar ohne große Anstrengung. Beide Beine arbeiten!
      Man liegt flach auf dem Rücken und drückt die Zehenspitzen Richtung Matratze ( -20 sec halten) und danach Richtung Herz wieder anziehen (- 20 sec halten). Mehrmals wiederholen! Weitere Übungen siehe auch http://www.arthrose-blog.de/mein-taglicher-fruhsport/

    • Elke Mirzai auf 6. Mai 2013 bei 18:53

    Liebe Ute,

    Dein Beitrag „Venenpume „ist wirklich lesenswert .Die von Dir beschriebenen Übungen mache ich – allerdings nicht alle – fast täglich, z.B. aber jetzt, am PC sitzend!

    Liebe Grüße

    Elke

Schreibe einen Kommentar zu Andi Antworten abbrechen

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.